Auf dem steinigen Weg ins Profilager

Mit dem PopCamp werden hoffnungsvolle Bands fit gemacht fürs Musikbiz


(nmz) -
Es war schon immer schwer, mit einer Band den Sprung vom intensiven Hobby in die Professionalität zu schaffen. Da wäre es doch toll, wenn man Tipps von eingefleischten Profis bekommen könnte, um die häufigsten Anfängerfehler vermeiden zu können – und genau diesen Wissensvorsprung bietet das PopCamp seinen Teilnehmern.
Ein Artikel von Jan Hoffmann.

Ausgabe: 
9/08 - 57. Jahrgang

Dabei gilt es von Anfang an klarzustellen, dass das PopCamp wenig mit den bekannten Bandwettbewerben zu tun hat. Das beginnt schon bei der Auswahl der Bands, denn hier können sich die Gruppen nicht selbst vorstellen, sie müssen von Vorschlagsberechtigten aus dem Musikbusiness nominiert werden. Und auch im weiteren Verlauf der Veranstaltung ist alles ein wenig anders, denn hier wird der Fokus ganz bewusst darauf gelegt, die Bands auf ihrem Weg in die Professionalität voranzubringen, statt ihnen einen Preis zu verleihen und sie dann wieder sich selbst zu überlassen. So werden die fünf Bands, die in jedem Jahr ausgewählt werden, ein Jahr lang intensiv gefördert.

Die fünf Teilnehmer am PopCamp-Förderprogramm wurden im so genannten Live-Audit ermittelt. Das bedeutet, sieben Bands (eine fiel kurzfristig krankheitsbedingt aus) spielten vor einer prominent besetzten Jury jeweils 20 Minuten live und wurden danach zum Gespräch gebeten, damit man sich noch ein besseres Bild vom Potenzial der Gruppen machen konnte. Dabei stellte sich schnell heraus, auf welch hohem Niveau alle Teilnehmer, die nach Celle eingeladen worden waren, arbeiten. Ein weiterer positiver Aspekt des PopCamps war, dass alle Bands ohne jegliches Konkurrenzdenken mithalfen, den zweitägigen Event reibungslos ablaufen zu lassen.

Die fünf Teilnehmer am PopCamp 2008 stehen nun also fest, und dabei kommen Fans diverser musikalischer Strömungen auf ihre Kosten. Von hochklassigem Instrumentaljazz (Formelwesen aus Berlin: www.myspace.com/formelwesen) über intelligenten Akustikpop (Alin Coen aus Hamburg/Weimar: www.myspace.com/alincoen) bis hin zu rotzigem Rock mit hohem Ohrwurmfaktor (Auletta aus Mainz: www.myspace.com/aulettaband) war alles vertreten. Abgerundet wird das Teilnehmerfeld von Hesslers mit Progressive Alternative Rock aus Mannheim (www.myspace.com/hesslers) sowie The News mit Elektro Jazzpop aus Weimar (www.myspace.com/musicbythenews). Weitere Infos zum PopCamp, der Jury und den Teilnehmern der vergangenen Jahre gibt es übrigens unter www.popcamp.de oder auf der My­Space-Seite des PopCamps www.myspace.com/popcamp.

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