Der Fortsetzung sind keine Grenzen gesetzt
Den musikalischen Einstieg finden: Warmups für Chor, Band oder Klassenmusizieren
Ein Artikel von Katrin Rohlfs.
Manche Vorschläge wirken kompliziert. Doch der Autor schlägt selbst im Vorwort vor, seine Ideen zu verändern und zu eigenen umzuformen – eben passend zur Zielgruppe und Situation. Seine Ideen sind in verschiedene Themenbereiche eingeteilt, so dass bereits im Glossar ausgewählt werden kann, welche Aktionsformen für das Stundenthema geeignet sind: Bewegung und Tanz, Improvisation, sich Kennenlernen, Singen und Sprechen, ungerade Taktarten, Atem, Stille und Hören sowie Ideen mit Materialien geben einen thematischen Überblick. Jede Spiel-idee ist in verschiedene Stufen aufgeteilt, so dass sie beliebig verkürzt oder ganz verwendet werden kann.
Die vorgeschlagene Zielgruppe ist gut sichtbar an der Seite jeder Idee zu finden, auch die Zielsetzung und eine weitere Differenzierung der Inhalte. Dass es nicht beim Warmup bleiben muss, dass aus vielen Ideen eine Weiterentwicklung folgen kann, die zu einer künstlerischen Gestaltung führt, zeigt zum Beispiel das Warmup „Wir erfinden einen Sprechkanon“.
Nach einem „Brainstorm“ von Zitaten, von der Gruppe vorgelesen aus Zeitungsblättern, wird die Sprache rhythmisiert, ein Sprechstück wird entwickelt. Was mit diesem geschieht, ob es ein- oder mehrstimmig wird, im Kanon gesprochen oder mit Bewegung choreographisch in den Raum gebracht – der Fortsetzung sind keine Grenzen gesetzt. In knapper Form gibt Terhag auch hierfür Anregungen.
Besonders gelungen ist dieses Unterrichtswerk wegen seiner Vielfältigkeit, seiner Variabilität und den wirklich motivierenden Ideen mit hohem musikalischen Wert.
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