Ein Widerspruch in sich
Zu „Belcanto im Kunstlied“, nmz 2/06, S. 29
Des Weiteren benutzt die Autorin ein große Menge undefinierter Begriffe, wie zum Beispiel „Register“, „Falsett“, „Passaggio“, „Vokalausgleich“, „Vordersitz“, „Natürlichkeit“ und so weiter. Unter diesen Begriffen darf sich jeder vorstellen, was er will. Verfolgt man die Begriffe in der gesangspädagogischen Literatur, in Rezensionen und anderen Schriften, die sich mit dem Phänomen „Stimme“ befassen, stellt man fest, dass die verschiedenen Autoren genau das machen. Deswegen kann ich nur empfehlen, wenn man etwas vermitteln will, Begriffe zu verwenden, deren Bedeutung möglichst eindeutig ist. Alles andere nenne ich „Blabla“.
In einem Punkt kann ich die Autorin unterstützen: Die Aufführungsqualität im Kunstlied kann deutlich verbessert werden. Dies kann geschehen, wenn die Sänger ihre stimmlichen Möglichkeiten den Kommunikationserfordernissen des Singens anhand objektiver Maßstäbe anpassen. Und nicht subjektive Maßstäbe anlegen, wodurch der Sänger seine Stimme nur zu dem entwickeln kann, was andere oder auch er selber in seiner Stimme sehen/sieht. Das – mit Verlaub – ist ein neuer Weg.
Peter Hechfellner, via E-Mail
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