Katze, Musik und junge Komponisten
Orchesterpatenschaft zwischen Dresdner Philharmonie und Jugendsinfonieorchester Dresden
Doch bevor ein Ton erklang, hatte sich auf dem noch leeren Dirigentenpodest als Zaungast der Urkundenübergabe eine Katze eingeschlichen, die eine allgemeine Publikumserheiterung sichtlich genoss. Ein gutes Omen – bezogen auf die Entspanntheit im Konzertsaal natürlich, denn die sprichwörtlich möglicherweise vermutete „Katzenmusik“ kam nicht zustande, denn erstens blieb die Mieze artig und schnurrte nicht einmal, und zweitens räumte sie ihren Platz für den Dirigenten Milko Kersten, der mit einem tadellosen Ausbildungsstand des Dresdner Jugendsinfonieorchesters überzeugte, verstärkt durch zahlreiche Philharmoniker.
Das Familienkonzert selbst war gewissermaßen das beste Beispiel für die funktionierende und für beide Partner höchst motivierende Zusammenarbeit von Jugend- und Berufsorchester. Aus einer solidarischen Aktion gegen Kürzungen im Kulturetat heraus hatte die Annäherung 2002 ihren Anfang genommen und wurde aus Sympathie zu einer regelmäßig gepflegten Tradition.
Heute stand auf dem Programm die Uraufführung einer Gemeinschaftskomposition Dresdner Schülerinnen und Schüler, die im Kontext des Jugendprojekts „freakquency“ der Philharmonie entstanden war. Vielleicht lässt auch das Motto des Konzerts eine perspektivische Interpretation zu: „Musik aus Dresden – Musik für Dresden“. Genau dies könnte nämlich die wirksame Triebfeder der künftigen Zusammenarbeit sein.
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