Kommentar
Spar-Preise
Ein Artikel von Eckart Rohlfs.
Halb so viel wert wie der Hauptpreis ist dem Stifter die musikalische Kreativität des Westfalen Mousse T, Pseudonym für Mustafa Gündogdu, „Echo“-erfolgreicher Producer und Studiomusiker in Hannover. Er freut sich an drei Sechzehntel des Preissegens.
Am preiswertesten kommt das Ehrenamt davon. Gerade ein Sechzehntel des Praetorius-Preises ist dem Musikpädagogen Eberhard Schmidt zugedacht, der vielen Hundert-, ja Tausendschaften junger Menschen die „Begeisterung für die Musik zu vermitteln und ihnen Wege zu eröffnen verstand, diese Begeisterung in eigenes Musizieren umzusetzen“. Aber der Geldschein ist nicht einmal wirklich sein. „Taler, Taler, du musst wandern“ ist die Erwartungshaltung des Stifters, nämlich in die Sparschatulle – als Spenden-Baustein für die seit Jahrzehnten visuelle Landesmusikakademie. „… was ich ohnedies gemacht hätte, aber lieber aus freien Stücken und nicht auf ministerielle Weisung“, so Eberhard Schmidts Kommentar. Denn für eine solche Heimstatt musizierender Jugend Niedersachsens hat er schließlich seit Jahrzehnten gekämpft. Bislang noch ohne Bau-Erfolg.
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