Schulmusik vernachlässigt

Lesermeinung zu nmz 5/09 und nmz 9/09


(nmz) -
Fürchtet Herr Bäßler im Vorfeld der Wahl der Präsidentschaft des Deutschen Musikrats am 16. Oktober 2009, dass er den im DMR vertretenen Organisationen zu sehr auf die Nerven geht, wenn er die entscheidende Bedeutung der Schulmusik im Hinblick auf das Musikleben in Deutschland deutlich betont? Fakt ist doch, dass der Deutsche Musikrat sich in der Vergangenheit nicht genug für die Belange der Schulmusik stark gemacht hat.

Vielfalt, Nachhaltigkeit, Qualität und Innovation: das sind die vier Themenbereiche, die laut Artikel in der nmz 5/09 die Arbeit des Deutschen Musikrats in Zukunft entscheidend bestimmen werden. Der Stolz auf die Leistungen der vom Deutschen Musikrat getragenen Ensembles ist berechtigt. Freilich scheint der Fokus des DMR hauptsächlich auf dem Bereich der so genannten Exzellenzförderung zu liegen. Die entscheidenden Weichen werden aber in der Schule gestellt, die 100 Prozent der Jugendlichen besuchen.

Im Unterschied zu den großen Sportverbänden, die das längst erkannt haben, und die deshalb den Schulsport auf vielfältige und beeindruckende Weise unterstützen, hat der Deutsche Musikrat längst noch nicht alle Möglichkeiten der fachlichen Unterstützung der Schulmusik und der musikpolitischen Einflussnahme sich zum Programm  gemacht. Leider, warum eigentlich nicht?

Hartwig Bögel, Reutlingen

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