Neue Musik in der nmz
Artikel aus dem Netzwerk der neuen musikzeitung zum Thema Neue Musik
Das richtige Label im falschen Leben: 25 Jahre Edition Zeitgenössische Musik – Fortsetzung folgt
01.01.12 (Georg Beck) -
80 CDs in 25 Jahren. Aus einer Idee des Deutschen Musikrats ist eine „Basisdiskothek zeitgenössischen Komponierens“ geworden. Ein Projektbeirat bestimmt jährlich vier junge Komponisten, um ihnen als Koproduktion mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ein bei Schott-WERGO verlegtes CD-Porträt ihres Schaffens zu ermöglichen. Hat also die viel gescholtene Reproduktion des Kunstwerks am Ende doch ihr Gutes?
Stiften gehen?
10.12.11 (Theo Geißler) -
Inzwischen sind wir so vermessen, unser kleines Leben auf das quantitativ Messbare reduzieren zu lassen. Wir starren auf unbegreifbare Milliarden- und Billiarden-Löcher. Wir lassen unsere Bewegungen von Mobilfunk-Zellen freiwillig exakt lokalisieren. Wir glotzen auf Quoten statt auf Qualität und sind ratlos oder zu feige, wenn es darum geht, Letztere zu benennen, sie zu definieren, auf ihr als Wertmaßstab zu bestehen. [aus nmz 12-11/1-12]
Eine Buchreihe, die sich tönend fortspinnt
06.12.11 (Christoph Vratz) -
Auch wenn es nicht so wirken mag, sie kennt doch eine innere Form von Ruhe. Dann dient ihr die Musik als Genussmittel im Verborgenen. Wenn’s draußen regnet, ist etwa Leoš Janačék ein willkommener Gast: „Auf verwachsenem Pfade“, herrlich melancholische Klaviermusik, gespeist aus mährischen Volksklängen. Morgens, wenn Heidenreich ihre Küche betritt, stellt sie meist als erstes das Radio an: Musik – was sonst? Doch dazu braucht sie keine semiwissenschaftlichen Erklärungsversuche, keine Ausführungen zu Kontrapunkt oder Reprise. Nein, Musikmoderationen im Radio sollen Lust auf Mehr wecken, nicht mehr und nicht weniger.
Neuentdeckte Soloklänge für Doppelrohr und Blatt
06.12.11 (Birigit Rother) -
„Molinari“ steht für: Müller. Wie es sich für Musiker schon fast gehört, haben sich Ralf und Uwe Müller − ihres Zeichens Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Regensburg − namentlich „italienisiert“, und gründeten Anfang der 1990er-Jahre ihren eigenen Notenverlag, um Kammermusik für Holzbläser zu erschließen: Die Edition Molinari war geboren.
Ein funkelndes Universum der Klänge
06.12.11 (Max Nyffeler) -
Musik von und mit Vinko Globokar, Marco Stroppa, Mark Andre, Bernfried Pröve, John Cage, Reto Bieri, Arditti, Jack und Diotima ...
„Was würde Nicolaus dazu sagen?“
06.12.11 (Doris Kösterke) -
Viele Komponisten Neuer Musik schreiben, so scheint es, noch lange nach Abschluss ihres Studiums für ihren Lehrer. Ernst August Klötzke bekannte einmal ganz offen, sich beim Komponieren immer wieder zu fragen: „Was würde Nicolaus dazu sagen?“ Als Künstlerischer Leiter der musik-theater-werkstatt am Staatstheater Wiesbaden gestaltete der 1964 geborene Komponist jüngst ein Konzert mit je einem Werk seines Lehrers Nicolaus A. Huber und dreien seiner Schüler.
Fenster, weit offen
06.12.11 (Theo Geißler) -
„Spätnachmittag, das kleine Zimmer im Halbdunkel. Still sitzend, der Blick dem Fenster zugewandt, dessen weit geöffnete Flügel den Horizont begrenzen. Still sitzen und schauen, die See und das Fenster zur See.“
Abwarten, zuhören und reagieren
06.12.11 (Magdalene Melchers) -
Schülerinnen und Schüler performen gemeinsam mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern Orchestermusik des 21. Jahrhunderts. Moritz Eggerts neues Werk „Das ganz normale Leben“ für Performer-Gruppe, Schlagzeugensemble und großes Orchester entstand als ein Kompositionsauftrag von Spektrum Villa Musica im Rahmen des Netzwerks Neue Musik, eine groß angelegte Fördermaßnahme der Kulturstiftung des Bundes, für ein Projekt der AG Neue Musik Grünstadt.
Furchtloses Festival an abgelegenem Ort
06.12.11 (Kurt Gottschalk) -
Das Festival „Ostrava Days“ 2011 eröffnete mit einer klaren Aussage: die groß besetzte Janáčkova Filharmonie Ostrava im Philharmonischen Saal, dahinter auf der Bühne zwei Perkussionisten, dazwischen immer wieder Stimmechos aus dem Nirgendwo – eine Meditation, jäh gestört von schroffen, ritualistischen Motiven und romantischen Zwischenspielen, kombiniert mit ungewöhnlichem Pathos des vollen Spektrums: von Kampfgeist bis Stille.
Schweigen, Kasteiungen, Ekstasen, Wahnsinn
06.12.11 (Gerhard Rohde) -
Seit 1986 gibt es im oberschwäbischen Weingarten Internationale Tage für Neue Musik. Die Idee dazu hatte eine einzige Person: die Pianistin Rita Jans. Allerdings fand sie alsbald Freunde, die sie tatkräftig unterstützten.
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