9/00 - 49. Jahrgang
Leitartikel
Erste Zwischenbilanz des QsM-Qualitätsmanagement-Projekts
Magazin
Sozialgeschichtliche Aspekte der Rezeption von Weltmusik
Zwanzig Jahre Einstürzende Neubauten · Eine Einschätzung von Stefan Raulf
Zu einem Symposium anlässlich des 10. Tanz&FolkFestes in Rudolstadt 2000
Zur Bedeutung von Percussion und Schlagzeug in ethnischer Musik
Das Leipziger Ensemble Avantgarde feiert sein zehnjähriges Bestehen
„taktlos“ live aus Rudolstadt zum Thema Folkmusik · Eine Begriffsbestimmung
Interkulturelle Lebenswelten entstehen nicht von selbst
Kommentar/Glosse
Das Bachfest Leipzig 2000 hat Maßstäbe gesetzt. Auf dem Festival trafen sich Bachinterpreten aus aller Welt in der sächsischen Musikstadt, in der Johann Sebastian Bach die letzten 27 Jahre seines Lebens verbrachte. Der 250. Todestag des großen Thomaskantors war nicht der alleinige Anlass für dieses Ausnahmefest. Die Neue Bachgesellschaft, die auf einhundert Jahre ihres Bestehens zurückblicken kann, feierte ihr 75. Bachfest gemeinsam mit dem zweiten städtischen Bachfest, das nun jährlich ins Leipziger Kulturleben integriert werden soll.
Drei Kommentare zur Leitartikel „Die klassischen Grenzen überschreiten“ von Barbara Haack aus der nmz 7-8/2000, S. 1
Wieviel Musik genügt, um die Substanz einer musikalischen Interpretation zu erkennen? Zehn Sekunden, dreißig Sekunden, eine Minute, die komplette Dauer eines Werkes? Zirka dreißig Sekunden reichen hin. Das jedenfalls meint der Plattenladen „Saturn“ in München. Dort hat man Abspielstationen eingerichtet, bei denen man einfach den Strichcode der gewünschten CD unter ein Scanner-Lesegerät hält. Aus dem Fundus eines Datenspeichers werden dann die Stücke der gewünschten CD in den 30-Sekundenhappen gespielt, Track für Track. Damit setzt „Saturn“ Ergebnisse aus Forschungen der Musikpsychologie um, wonach etwa 20 bis 40 Sekunden genügen, um sich ein relativ eindeutiges emotionales Urteil über die gespielte Musik zu bilden. Diese Zeit mag ja auch oftmals reichen, um einen Popsong emotional zu erfassen, aber wie steht es denn mit der traditionellen E-Musik oder dem modernen Jazz? Die Einleitung von Wagners Rheingold bleibt im Trüben, im Jazz hört man meinethalben nur Schlagzeug- und Bassgesurre. Das saturnische Ästhetikideal – wenn es sich denn durchsetzen würde – ist gut für Kompositionen, die schnell zur Sache kommen, die auf den ersten Blick verstanden werden – eben Musica Praecox (vorzeitiger Musikerguss).
Musikleben
In Bayreuth gegründet: das Festival junger Künstler in Bayreuth und die Jeunesses Musicales Deutschland
Die Verwertungsgesellschaft GEMA ist längst auch Teil der Musikindustrie
Das Gefühl für den Wert der Musik geht in modernen Internetzeiten weitgehend verloren
Ein Ansatz zur aktuellen politischen Diskussion aus der Sicht des Deutschen Musikrates
Das Tanz&FolkFest Rudolstadt fand in diesem Jahr zum zehnten Mal statt · Eine Bilanz
Interview mit Susanne Heyer, der neuen Direktorin des Jeunesses Musicales Weltorchesters
Festspiele, Bittsteller, Sponsoren, Publikum, Ausgaben und Einnahmen · Von Gerhard Rohde
Das Jeunesses Musicales Weltorchester auf Tournee im ehemaligen Jugoslawien
Berichte
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Rummel um die Anti-Haider-Schüssel-Persiflage der „Ersten Allgemeinen Verunsicherung“
Pädagogik
Internationales Orff-Symposium Musik für Kinder in Traunwalchen
Rezensionen
Handbuch Querflöte. Instrumente, Lehrwerke, Aufführungspraxis, Musik, Ausbildung, Beruf, hrsg. v. Gabriele Busch-Salmen/Adelheid Krause-Pichler, Kassel: Bärenreiter, 1999, 360 Seiten
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Verbände
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