9/00 - 49. Jahrgang

Leitartikel

Magazin

Kommentar/Glosse

    Widersprüche

    Zum Cluster „Boom oder Buh“, nmz 5/00, S. 1


    Bach gehört Leipzig

    Das Bachfest Leipzig 2000 hat Maßstäbe gesetzt. Auf dem Festival trafen sich Bachinterpreten aus aller Welt in der sächsischen Musikstadt, in der Johann Sebastian Bach die letzten 27 Jahre seines Lebens verbrachte. Der 250. Todestag des großen Thomaskantors war nicht der alleinige Anlass für dieses Ausnahmefest. Die Neue Bachgesellschaft, die auf einhundert Jahre ihres Bestehens zurückblicken kann, feierte ihr 75. Bachfest gemeinsam mit dem zweiten städtischen Bachfest, das nun jährlich ins Leipziger Kulturleben integriert werden soll.


    Zur Diskussion über die Reformmöglichkeiten von “Jugend musiziert“

    Drei Kommentare zur Leitartikel „Die klassischen Grenzen überschreiten“ von Barbara Haack aus der nmz 7-8/2000, S. 1


    Schieflage

    Zum Nachschlag „Arbeitsteilung…“, nmz 7-8/00, S. 44


    Der Brief als Spiegelbild der Seele

    Zum Beitrag „Benetzt“ von Theo Geißler, nmz 6/00, S. 1


    Wieviel Musik braucht der Mensch? Oder Musica Praecox

    Wieviel Musik genügt, um die Substanz einer musikalischen Interpretation zu erkennen? Zehn Sekunden, dreißig Sekunden, eine Minute, die komplette Dauer eines Werkes? Zirka dreißig Sekunden reichen hin. Das jedenfalls meint der Plattenladen „Saturn“ in München. Dort hat man Abspielstationen eingerichtet, bei denen man einfach den Strichcode der gewünschten CD unter ein Scanner-Lesegerät hält. Aus dem Fundus eines Datenspeichers werden dann die Stücke der gewünschten CD in den 30-Sekundenhappen gespielt, Track für Track. Damit setzt „Saturn“ Ergebnisse aus Forschungen der Musikpsychologie um, wonach etwa 20 bis 40 Sekunden genügen, um sich ein relativ eindeutiges emotionales Urteil über die gespielte Musik zu bilden. Diese Zeit mag ja auch oftmals reichen, um einen Popsong emotional zu erfassen, aber wie steht es denn mit der traditionellen E-Musik oder dem modernen Jazz? Die Einleitung von Wagners Rheingold bleibt im Trüben, im Jazz hört man meinethalben nur Schlagzeug- und Bassgesurre. Das saturnische Ästhetikideal – wenn es sich denn durchsetzen würde – ist gut für Kompositionen, die schnell zur Sache kommen, die auf den ersten Blick verstanden werden – eben Musica Praecox (vorzeitiger Musikerguss).


    Entgegnung

    „Chancengleichheit auf dem Prüfstand“, nmz 6-00, S. 28


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