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Alle Artikel kategorisiert unter »Arno Lücker«

Der einzige große Künstler der Neuen Musik

06.03.12 (Arno Lücker) -
Am 13. März 2012 wird der Komponist Wolfgang Rihm 60 Jahre alt. Kann man zu diesem Zeitpunkt bereits auf ihn – auf sein musikalisches Schaffen, auf die klanglichen „Ergebnisse“, die bei Rihm nie endgültige Ergebnisse sein sollen, auf das, was er als sich äußernder Mensch niedergeschrieben hat – zurückblicken? Oder wird die Möglichkeit des Rückblicks durch irgendetwas verbaut oder sogar gänzlich verhindert?

Durch das Binsendickicht zurück zu Schostakowitsch - Das Musikfest Berlin 2009

04.09.09 (Arno Lücker) -
Das offizielle Eröffnungskonzert des diesjährigen Musikfests Berlin findet zwar erst am 4. September statt, doch schon zuvor ertönen am 3. September Karlheinz Stockhausens 1967 entstandene Hymnen. Rein elektronische Musik in der Berliner Philharmonie. Mit Stockhausens Sohn Simon in der Klangregie. Ein Werk von gewaltigem Anspruch, eine musikalisch konkrete Zukunftsvision vom wohl unerfüllbaren Traum friedlichen Zusammenlebens der Menschen.

„Hamlet“ an der Komischen Oper – Komponist Christian Jost im Gespräch

20.06.09 (Arno Lücker) -
Seit 18 Jahren, seit Georg Katzers „Antigone oder Die Stadt“ aus dem Jahr 1991 gab es an der Komischen keine Opern-Uraufführung mehr. Am 21. Juni wird jetzt ein Werk des 1963 in Trier geborenen Komponisten Christian Jost uraufgeführt. Die Komische Oper stellte ihm die Wahl des Stoffes frei. Jost entschied sich für den historischen Hamlet-Stoff, wobei es ihm nicht um die musikalische Nacherzählung einer chronologischen Handlung, sondern um Ausdruck, um die Expression von körperlichem Gestus und theatralem Bild geht.

Elfenbeinschätze im Luftschloss

30.03.09 (Arno Lücker) -
Wenn es um Neue Musik geht, ist meistens der Ausnahmefall der Normalfall. Spezialfestivals und Spezialensembles spielen Neue Musik zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten – und viele einmal aufgeführte Werke nie wieder. Mit Qualität lässt sich das selten begründen, sehr wohl mit fehlenden finanziellen Mitteln.

Kuckuck ist tot – Zubin Mehta dirigiert Mahlers Dritte in der Berliner Philharmonie

22.12.08 (Arno Lücker) -
Kurz vor Weihnachten, am 20. Dezember, hat unser Kritiker Arno Lücker sich in den großen Saal der Berliner Philharmonie gesetzt, um Mahlers Dritter Sinfonie unter dem Dirigat Zubin Mehtas nachzulauschen. Lücker lässt alles Anekdotische hinter sich und dringt in seiner Kritik mitten ins Herz des Werkes vor. Kuckuck ist tot.[huf]

Ackermanns falsches Lächeln - ein interdisziplinäres Symposium in Leipzig

19.11.08 (Arno Lücker) -
Für die nmz war am Wochenende der Komponist und Musikwissenschaftler Arno Lücker in Leipzig unterwegs. Dort fand das Symposium mit dem Titel „Musik & Gegenwart 2008“ statt. Das wirkt zwar vom Titel her nicht unmittelbar interdisziplinär, war es aber, so unser Korrespondent.

Gestaltete Landschaften – Musik von Kreidler, Hosokawa und anderen in der „Unerhörten Musik“

29.10.08 (Arno Lücker) -
Wer als Sympathisant Neuer Musik nach Berlin kommt (und es folglich, aufgrund der hohen Zahl interessanter Aufführungen in diesem Bereich, auch bleiben wird), muss zunächst zweierlei lernen: 1.) Nein, die Abkürzung „BKA“ steht in der Neuen-Musik-Welt Berlins nicht für „Bundeskriminalamt“, sondern für „Berliner Kabarett Anstalt“ und

16. Tag: Nun also doch: Ferienkurse abgeschafft!

20.07.08 (Arno Lücker) -
Seit 11.30 Uhr wieder in Berlin. Darmstadt ist Vergangenheit. Dort fand gestern Abend das Abschlußkonzert der Ferienkurse für "Neue" Musik in der Sporthalle am Böllenfalltor mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter dem "schönsten Dirigenten der Welt" (BILD) Johannes A. Kalitzke (wofür das "A" steht: ich sage es nicht...) statt. Nach einem etwas sperrigen Werk von Vykintas Baltakas ("Poussla") bewies Misato Mochizuki ("Homebox" - damit hätte sie gerne zuhause bleiben können...), was für eine schlechte Komponistin sie ist. Manche Stellen klangen wie Rihm (nur in noch dümmer), andere Passagen des Quasi-Doppelkonzerts für Violine, Klavier und Orchester wie Hindemith (was den Geigenpart anbelangt). Am Ende mußte uns Wolfgang Rihm mit seinem 1995 sicherlich wieder schnell zu Papier gebrachten (toll, Wolfgang! *streichel*) Orchesterschinken "IN-SCHRIFT" (der Titel und das, was dazu im Programmheft steht, hat mit dem klingenden Ergebnis übrigens nichts zu tun) dann einmal mehr vorheucheln, daß er noch nicht zu den golfspielenden Opas gehört, sondern: na, Sie wissen schon... Überzeugt hat es mich nicht. Als instrumentatorische Übung war es recht gelungen. Dann gab es eine Pause. Und danach die Riesenüberraschung.

8. Tag: Mafia-Kritik und ihre Folgen

12.07.08 (Arno Lücker) -
Warum kommen junge Komponisten überhaupt nach Darmstadt? Um intensiv über Musik zu sprechen, über die eigene Musik und über die Musik anderer. Aber natürlich auch, um diese Musik einer vermeintlich fachkundigen Öffentlichkeit vorzustellen - und zwar als klingendes Ereignis, sprich: innerhalb eines Konzerts am Ende der Ferienkurse. Dafür sind eigens die Studiokonzerte vorgesehen, in der die von den teilnehmenden Instrumentalisten während der Kurse einstudierten Werke in einer Auswahl aufgeführt werden (sollen).

Die Popmusik ist tot, Wiedergeburt unerwünscht

01.03.05 (Arno Lücker) -

Philosophie, wie sie angesichts von Schnappi (dem kleinen Krokodil) einzig noch zu verantworten ist, wäre der Versuch, alle Dinge so zu betrachten, wie sie vom Standpunkt der Erlösung sich darstellten.
(frei nach Theodor W. Adorno, Minima Moralia)

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