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Alle Artikel kategorisiert unter »Barbara Lieberwirth«

62+48=72 - Novellierung des Sächsischen Kulturraumgesetzes fordert erstes Opfer

29.06.11 (Barbara Lieberwirth) -
Das Orchester der Landesbühnen Sachsen in Radebeul, das aus 62 Musikern besteht, soll im Juli 2012 aufgelöst werden. Grund dafür sei die Überführung des Orchesters in die NOVUM - Neue Orchesterverwaltungs- und Marketing- Gesellschaft mbH, dem Träger der Neuen Elbland Philharmonie in Riesa, wie das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gestern mitteilte.

Wenn der Torwart zum Orchesterwart wird – „Das verrückte Orchesterkonzert“

24.03.11 (Barbara Lieberwirth) -
Vor drei Monaten konnte die Leipziger Musikschule „Johann Sebastian Bach“ ein besonderes Jubiläum feiern. Die in Deutschland wohl einmaligen Schulkonzerte feierten im Dezember 2010 ihr 60jähriges Bestehen. Die inzwischen zur Institution gewordenen Konzerte machen jährlich etwa 40.000 Schüler mit dem Konzertwesen vertraut und lassen Musikunterricht lebendig werden.

Nachschlag 2010/11

02.11.10 (Barbara Lieberwirth) -
Nach Venedig und Hamburg steht in Leipzig die drittälteste Musiktheaterbühne Europas. Im Jahr 1692 erhielt die Stadt vom Dresdner Hof das Recht, Opern aufzuführen, und 1817 genehmigte Friedrich August I. – der Gerechte – ein ständig spielendes Stadttheater in der florierenden Messestadt. Das prächtige Haus am Augustusplatz von 1868 sollte den 2. Weltkrieg nicht überdauern. Bereits zehn Jahre nach Kriegsende begann die Stadt, ein neues Opernhaus im spätklassizistischen Stil zu erbauen. 1960 konnte der gebürtige Leipziger und Staatsratsvorsitzende Ulbricht den einzigen Theaterneubau der DDR-Geschichte einweihen. Eröffnet wurde das Haus mit Wagners „Meistersingern“ in der legendären Inszenierung von Joachim Herz.

Hartnäckigkeit und Ausdauer führen zum Ziel

06.07.10 (Barbara Lieberwirth) -
Was lange währt, wird endlich gut. Ein seit mittlerweile siebzehn Jahren gehegter Wunsch konnte am 7. Mai 2010 in Erfüllung gehen: Der Sächsische Musikrat hat seine Landesmusikakademie in der Kleinstadt Colditz offiziell eröffnet. Bis dahin war es ein langer Weg. Immer wieder war es erklärtes Ziel der Präsidenten des Sächsischen Musikrates, von Jörg-Peter Weigle bis Christoph Krummacher, Amateurmusikern aller Altersgruppen, freien Projekt-Ensembles, Schulensembles und den Sächsischen Landesjugendensemb-les eine musikalische Heimstatt zu geben. Und immer wieder war die Verzögerungstaktik des Sächsischen Staatsministeriums ein Hemmschuh in Sachen Landesmusikakademie. Erst 2006 wurde ein angemessener Standort – der ehemalige Marstall des Schlosses Colditz – vom Freistaat zur Verfügung gestellt, der in seiner Architektur den anderen deutschen Landesmusikakademien, wie zum Beispiel in Ochsenhausen, Rheinsberg, Michaelstein oder Altstadt, nicht nachsteht. 2007 begann der Ausbau des Marstalls, nachdem im gleichen Jahr bereits eine Internationale Jugendherberge im Schloss Colditz ihre Pforten geöffnet hatte.

Karrieresprungbrett TÜV-geprüft

28.03.10 (Barbara Lieberwirth) -
„Es grenzt an ein Wunder!“ Mit bewegenden Worten begrüßt Irene Lawford-Hinrichsen ein geladenes Publikum in einem Leipziger Gebäude, das Musikgeschichte geschrieben hat. Die Enkeltochter des einstmals hochangesehenen Musikverlegers und Mäzens Henri Hinrichsen sprach Anfang März vor Leipziger Komponisten, Musikern, Musikwissenschaftlern und Pädagogen im traditionsreichen Stammhaus von C.F. Peters. Siebzig Jahre nach der Vertreibung der Verlegerfamilie durch die Nationalsozialisten, die mit der Ermordung Henri Hinrichsens sowie zahlreicher anderer Familienmitglieder ihr perfides Ende fand, ist es gelungen, die Edition Hinrichsen GmbH als Tochterunternehmen der Peters Edition Ltd. London am Wohn- und Arbeitsort des Verlegers wieder anzusiedeln. Im September 2009 bezog der Verlag das traditionsreiche Haus in der Leipziger Talstraße 10, dessen berühmtester Bewohner einstmals Edvard Grieg war.

Operette im Zentrum - DOV mahnt Operetten-Neubau in Dresden an

25.03.10 (Barbara Lieberwirth) -
Jetzt hat auch die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) die Einhaltung der Vereinbarung zum Neubau der Dresdner Staatsoperette angemahnt. Der Stadtrat und die Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) sollten an den Neubauplänen unverändert festhalten, forderte die DOV am Donnerstag in Berlin. Das Projekt sei wesentlicher Teil des aktuellen Haustarifvertrags. Sollte es nicht realisiert werden, käme dies einem Vertragsbruch gleich.

Alles hat seine Zeit - Das Festkonzert zum Jubiläum der Universität Leipzig

05.12.09 (Barbara Lieberwirth) -
Anfang Dezember erreichte die 600-Jahr-Feier der Universität Leipzig in einer offiziellen Feierstunde mit Politprominenz am Vormittag und einem Festkonzert für die Öffentlichkeit am Abend ihren Höhepunkt. Das Jubiläum fand in einem nicht unproblematischen Umfeld statt; prägt doch einerseits die deutsche Hochschullandschaft seit geraumer Zeit eine Studentenschaft, die –eingezwängt in die Bologna-Maschinerie– ihren Unmut lautstark äußert über chronische Unterfinanzierung, schlechte Betreuung und mangelnde Infrastruktur für Lehre und Forschung.

„Schüler komponieren“ wird international

01.07.08 (Barbara Lieberwirth) -

Initiativen, die Schüler an Neue Musik heranführen sollen, sind an deutschen Schulen mehr und mehr zu finden. Die Unvoreingenommenheit von Kindern und Jugendlichen macht es Pädagogen, Komponisten und Musikern leicht, das vermeintlich sperrige Genre zu vermitteln. Die meisten solcher Projekte versuchen, an Zeitgenössisches heranzuführen, Neue Musik begreiflich zu machen. Dass Schüler die Möglichkeit erhalten, selbst Musik zu erschaffen und die Kompositionen durch ein Profi-Orchester in der Öffentlichkeit präsentiert zu wissen, bildet da eher die Ausnahme.

Keine Abfindung

01.05.08 (Barbara Lieberwirth) -

Der beurlaubte Intendant der Oper Leipzig, Henri Maier, bleibt vorerst Stadtangestellter. Im April lehnte es der Stadtrat der sächsischen Musikstadt ab, Maier eine Abfindung von 496.000 Euro zu zahlen. In der Sitzung stimmten 19 Stadträte für eine Abfindung, 22 Abgeordnete der CDU- und FDP-Fraktionen waren dagegen, der Rest enthielt sich. Offenbar brachte der Rat so seinen Unmut über die Umstände der Beurlaubung Maiers durch Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Kulturbürgermeister Georg Girardet zum Ausdruck. Beide hielten es im Juni 2007 nicht für nötig, den Rat in die Entscheidung einzubeziehen.

Landesweite Musikförderung in Sachsen-Anhalt

01.09.07 (Barbara Lieberwirth) -

Seit genau zwei Jahren gibt es in Sachsen-Anhalt eine Initiative, deren Urheber sich die musikalische Bildung in all ihren Facetten auf die Fahne geschrieben haben. Mit der Gründung des Musikalischen Kompetenzzentrums Sachsen-Anhalt (MKM) im September 2005 verpflichteten sich das Kultusministerium und die Landeshauptstadt Magdeburg, die Entwicklung landesweit wirksamer musikalischer Bildungsangebote zu unterstützen.

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