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Alle Artikel kategorisiert unter »Claus-Steffen Mahnkopf«

Spiritus rector fürs Unmögliche

Am 8. März 2009 ist James Avery nach schwerer Krankheit gestorben. Der 1937 in Hutchinson (Kansas, USA) geborene Pianist und Dirigent war seit 1980 Professor für Klavier mit Schwerpunkt zeitgenössischer Musik an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau (und zeitweise Gast in den USA) und hat sich vor allem als Interpret der allerneuesten Musik einen Namen gemacht.

Spiritus rector fürs Unmögliche – Pianist und Dirigent James Avery gestorben

Am 8. März 2009 ist James Avery nach schwerer Krankheit gestorben. Der 1937 in Hutchinson (Kansas, USA) geborene Pianist und Dirigent war seit 1980 Professor für Klavier mit Schwerpunkt zeitgenössischer Musik an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau (und zeitweise Gast in den USA) und hat sich vor allem als Interpret der allerneuesten Musik einen Namen gemacht.

China, Börsencrash und ein schwarzer Messias

Aus der aktuellen Augabe der neuen musikzeitung: Claus-Steffen Mahnkopfs Gedanken zur Siesta in Kunst, Kultur und Philosophie: „Noch nie war die Menschheit so wissend, aufgeklärt, gebildet und intelligent. Für die wichtigsten Probleme unseres Planeten existieren die entsprechenden wissenschaftlichen und politischen Antworten. Am Expertenwissen liegt unsere Misere nicht. Und zugleich ist das Ausmaß an Verblendung, Ideologie, falschem Bewusstsein, an Hetze und schierem Egoismus, an kulturindustrieller Dekonzentrierung und Denkfaulheit so groß wie lange nicht mehr … “

China, Börsencrash und ein schwarzer Messias

Am 11. September 2001 wurde die Südspitze von New York, das Financial District, empfindlich getroffen. Symbolisch wurde mit den Twin Towers der von den USA angeführte westliche Finanzkapitalismus zum Einsturz gebracht. Es dauerte genau sieben Jahre, bis er auch ökonomisch zusammenbrach. Am 15. September 2008 hörte der Investmentkapitalismus anglosächsischer Art auf zu existieren, nachdem der amerikanische Finanzminister „Lehman Brothers“ in die Pleite laufen ließ.

Das „Wir“ steht für die polis

In welch schiefem Verhältnis steht eigentlich die Komponistenzunft zur demokratischen Gesellschaft, wenn ein bewusst persönlich gehaltener und vorsichtig tastender Aufsatz, mit dem ein Kollege auf ein Weltereignis reagiert, solche Gereiztheit auslöst? Die Zuschriften von Friedrich und Boehmer zeichnen sich durch bedenklich undemokratische und anti-zivilgesellschaftliche Affekte aus.

Das abrupte Ende einer trügerischen Siesta

Die schrecklichen Bilder erreichten mich in Krakau. Zwei Tage zuvor besuchten meine Frau und ich den bösesten Ort des 20. Jahrhunderts. In Auschwitz/Birkenau wollten wir das Unfassbare fassen und der Gemarterten und Ermordeten gedenken. Im Hotel las ich die Lebenserinnerungen des Schindler-Mädchens Stella Müller-Madej und überlegte, ob ich sie in mein zweites Musiktheater integrieren solle. Nach dem Abendessen drehten wir den Fernseher an, damit ein Film uns ablenke. Doch es war kein Film. New York brannte wirklich und mit den Towers die ganze Welt.

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