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Alle Artikel kategorisiert unter »Hans Bäßler«
Lust an der Musik und an der Musikvermittlung
Effizient und antipyramidal
Notebook soll Inventar des Klassenraums werden
Von Verantwortung und Identifikation
Der Wind der Atemlosen bewegt nichts
Das langsame Ende der Ignoranten
Ina (11) kommt in Düsseldorf in die Klasse 5 des Gymnasiums; große Vorfreude und dann der Schock für Kind und Eltern: Nicht dass die Schulbücher selbst bezahlt werden müssen – das kann man bei der derzeitigen Haushaltslage der Kommunen noch verstehen –, sondern dass es in Klasse 5 und 6 keinen Musikunterricht gibt. Wenigstens hat sie noch privaten Klavierunterricht.
Zerrieben zwischen Haydn und HipHop
Was waren das damals noch für Zeiten, als wir uns glücklich wähnten, weil wir genau sagen konnten, wohin die Reise der deutschen Musikpädagogik dem Musikunterricht an den deutschen Schulen gehen sollte! Klare Verhältnisse, denn natürlich lieferten die Methodiken für die Kleinen die Volkslieder, für die Größeren waren die Kunstwerke vorbehalten. Das Ganze sollte garantiert werden, indem an allen Schulen – entsprechend dem Sportunterricht (welch Vergleich!) – ein ein- bis zweistündiger Musikunterricht erteilt wurde, in den Volksschulen (so hießen sie damals noch) genauso wie in den Mittel- und Oberschulen. Hinzu kamen der Chor, ja vielleicht auch einmal eine kleine Orff-Gruppe. Und nicht zu vergessen: Die Krone der Schulmusik – natürlich am Gymnasium – konnte dann nur noch das Orchester sein, das neben dem Weihnachtskonzert, dem jährlichen Höhepunkt schulmusikalischen Lebens, auch noch das a-Moll-Violinkonzert von Vivaldi und die kleine g-Moll-Sinfonie von Mozart im Sommer schaffte.
Keine Alleskönner
Will man einem Amerikaner oder Engländer, einem Japaner, Franzosen oder Dänen die Situation der deutschen Musikpädagogik und insbesondere auch den deutschen Musikunterricht erläutern, dann verheddert man sich sehr schnell. Ununterbrochen muss man Einschränkungen des eben Formulierten vornehmen, muss darauf verweisen, dass dieses noch und jenes schon nicht mehr gilt. Am Ende unserer Versuche steht die Hilflosigkeit beider: dessen, der zuhört, und dessen, der erläutert.

