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Alle Artikel kategorisiert unter »Hans-Dieter Grünefeld«

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Vier Kontinente an einem Ort: der Violinist Alexander Gilman und sein Kapstadt-Album

25.01.12 (Alexander Gilman) -
Während die meisten jungen Violin-Virtuosen sich um Termine bei prominenten Symphonieorchestern mit diskographischer Präsenz in der europäischen Klassikbranche bemühen, hat sich Alexander Gilman, 1982 in Bamberg geboren, zur Republik Südafrika orientiert. Dort hat er mit dem Cape Town Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Perry So aus Hongkong die Violinkonzerte von Samuel Barber und Erich Wolfgang Korngold sowie die Carmen-Fantasie von Franz Waxman und das Thema zum Film "Schindlers Liste" von John Willams aufgenommen. Im Gespräch mit Hans-Dieter Grünefeld erzählt Alexander Gilman über seine Motive für das Kapstadt-Album, das nun bei einem deutschen Label erschienen ist.

Der Komponist als Manager seiner selbst: Spektakulärer Nachlass mit originalem Beethoven-Brief fürs Brahms-Institut

Soziale Netzwerke im bürgerlichen Milieu des 19. Jahrhunderts funktionierten schlicht per Korrespondenz. Dabei hatten freundschaftliche Verpflichtungen offenbar einen hohen Stellenwert. Solche Briefe und andere Memorabilien wurden nicht bei Gelegenheit aussortiert und weggeworfen, sondern aufbewahrt, in den Wohnungen oder gar Häusern der Adressaten war genug Platz. Wie sonst könnte man erklären, dass der Nachlass von Renate Wirth (1920–2011), Musikpädagogin aus Frankfurt, Urenkelin des Violinisten Emanuel Wirth sowie des Harfenisten und Komponisten Franz Anton Stockhausen, glücklicherweise trotz Kriegen und anderen Tumulten erhalten blieb?

Unprätentiös, aber mit Botschaft: „Espoir et autres pouvoirs“ mit dem Marianne Trudel Septet

Besorgt über mögliche globale Gefahren wie den Klimawandel appelliert die kanadische Pianistin Marianne Trudel ans Gewissen und wirbt mit ihrem Album „Espoir et autres pouvoirs“ (Hoffnung und andere Fähigkeiten) für Einklang von Natur und Humanität.

Ethnographisch

The Gurdjieff Folk Instruments Ensemble: Music Of Georges I. Gurdjieff Arrangiert von Levon Eskenian – ECM 2236 / 277 1913 (Universal)

Die Ostseeregion - Musik für das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit

Der Radius um einen Standort weist auf geographische Sphären, wohin oder woher kulturelle Ausstrahlung mit identitätsstiftender Wirkung möglich ist. Attraktiv für solche Konstellationen ist die Ostseeregion geworden, seit sie nicht mehr von der Systemgrenze politischer Blöcke geteilt und dadurch wieder ein Gebiet ungehinderter Kommunikation ist. Nach dieser historischen Zäsur sind nun in der Metropole Stockholm, auf der Insel Usedom und in der Hansestadt Lübeck je exemplarische Perspektiven entstanden, wie das kollektive Bewusstsein über die Zusammengehörigkeit der Ostseeregion mobilisiert werden kann.

Wettbewerb als konstitutives Element der Ausbildung

Wenn die Ordnung einer Zeremonie spontan verändert wird, dann entstehen manchmal unerwartete Situa­tionen. So geschehen beim Preisträgerkonzert des 59. Hochschulwettbewerbs der deutschen Musikhochschulen am 23. Mai 2011 in Lübeck. Dem Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein Jost de Jager, hatte nämlich Zhe Lin, Studentin aus Stuttgart und Erst­platzierte im Fach Perkussion, durch ihren fulminanten Auftritt, vorzeitig wohl wegen einer falschen Regieanweisung, den Prominentenbonus genommen. Noch sichtbar vom donnernden Applaus für Zhe Lin beeindruckt, meinte Jost de ­Jager im Scherz, dass es unfair sei, nun eine politische Rede zu halten.

Synästhesie der Sinne: Ein Gespräch mit Helma Schleif über den Musik-Film-Marathon in Berlin

Titel wie die „Albert-Mangelsdorff-Rolle“, „Mikis Theodorakis. Komponist“, „Frank Zappa: Phase II - The Big Note“, „Einklang - 2 Brüder. Die Welt von Bernard & François Baschet“ (Instrumentenbauer) oder „The Passenger“ (zur Auschwitzoper von Mieczysław Weinberg) geben eine vage Vorstellung davon, welches facettenreiche Spektrum beim Musik-Film-Marathon vom 28. März bis 10. April 2011 in Berlin zu sehen war. In der Kurbel, seit 1935 das erste Tonfilmkino in Berlin, wurden etwa 40 Filme, vor allem Produktionen zu Jazz und Klassik, gezeigt. Ein Rahmenprogramm mit Diskussionspanels und einem Vokalworkshop von Phil Minton ergänzten dieses ambitionierte Projekt. Hans-Dieter Grünefeld sprach mit der Initiatorin Helma Schleif.

Dezentral: die Bremer Messe jazzahead 2011 ging auf Expansionskurs

Bequeme Wechsel von Standgesprächen zu Konzerten innerhalb der Messe Bremen waren ein Markenzeichen der Jazzahead. Nun ist das Festival auf Expansionskurs, hat Konzerte auf Clubs im Stadtgebiet dezentralisiert, um mehr oder zumindest anderes Publikum zu erreichen. Von der Idee her plausibel, doch praktisch gab es einige Schwierigkeiten.
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