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Alle Artikel kategorisiert unter »Irmgard Merkt«

Verwegen und gelassen – genau so geht Inklusion! Die Verleihung des Förderpreises InTakt 2011 in Dortmund

01.12.11 (Irmgard Merkt) -
Es war nicht 12 Uhr mittags und auch nicht Mitternacht: Das Rathaus Dortmund war am 22.Oktober 2011 ab 17 Uhr ein Ort der speziellen musikalischen Begegnung. Experimentelles von Monochord, Keyboard und Klangschale wurde abgelöst vom Marching and Walk Act einer New Orleans Brass-Band. Das Besondere, oder besser gesagt, das Normale daran waren Musikerinnen und Musiker mit Behinderung.

Auf dem Weg zur gesellschaftlichen Inklusion

01.03.11 (Irmgard Merkt) -
Zu Beginn der 1980er-Jahre war die Behauptung, Kinder und Jugendliche mit Behinderung könnten ein Instrument erlernen, in vieler Hinsicht noch Avantgarde. Was Eltern und Musikpädagogen aber auch damals schon wussten: Mit den richtigen Methoden machen Kinder mit Behinderung selbstverständlich Fortschritte im Instrumentalspiel.

11 Fragen an Irmgard Merkt

01.03.11 (Irmgard Merkt) -
Irmgard Merkt, geboren 1946 in München, ist seit 1992 Professorin für Musik und Menschen mit Behinderung an der TU Dortmund. Sie ist Initiatorin von Europa InTakt.2010, das für eine aktive Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Kulturleben der Gesellschaft steht. Das Projekt umfasst drei Bereiche: Musikalisch-kreative Praxis, eine Konzert­reihe und einen wissenschaftlichen Kongress. In dieser Ausgabe der neuen musikzeitung berichtet Irmgard Merkt auf Seite 13 vom 30. Jahrgang des „Berufsbegleitenden Lehrgangs Instrumentalspiel mit Behinderten an Musikschulen“ (BLIMBAM) an der Akademie Remscheid.

Gute Musik geht überall

03.09.10 (Irmgard Merkt) -
Ein heißes Eisen, die kritische Auseinandersetzung mit Kulturprojekten, an denen Menschen mit Behinderung beteiligt sind. Wer wagt es schon, laut zu sagen, dass ein Musical von blinden Menschen langweilig ist? Dass ein Chor von geistig Behinderten nur laut und falsch singt? Und dass die Tanzschritte wieder nicht mit dem Rhythmus der Musik übereinstimmen? Auch gestandene Fachleute tun sich schwer, einem Projekt mit offensichtlichen Mängeln ein wahrheitsgemäßes Zeugnis auszustellen, wenn Menschen mit Behinderung mit dabei sind.

Auf den Behinderten-Bonus verzichten

05.05.10 (Barbara Haack) -
Europa InTakt.2010 steht für aktive Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Kulturleben der Gesellschaft. Das Projekt umfasst drei Bereiche: Musikalisch-kreative Praxis, eine Konzertreihe und einen wissenschaftlichen Kongress. Ein Konzert im Audimax der TU Dortmund eröffnet Europa InTakt.2010 am 6. Oktober 2010. nmz-Herausgeberin Barbara Haack sprach mit der Initiatorin Irmgard Merkt.

Die Verschiedenheit von Menschen

28.08.09 (Irmgard Merkt) -
Ein Plakat fast überall in Linz und fast von Andy Wahrhol: viel hellblauer Hintergrund, Gesicht und Hand des Mannes rosa, Augenbrauen und Mund hellblau, Brille und riesige Basstuba gelb. „kunstzug: eisenwind. Sonntag, 9. August, Abfahrt 12.45 Linz Hauptbahnhof Gleis 21“.

Die klingende Essenz der Ursprungskultur

30.01.09 (Irmgard Merkt) -
Das Publikum: Von ganz jung bis gesetzt. Das Theater: Eine ehemalige Fabrik. Die Performer zwischen 30 und 60, jugendlich, frisch, begeisternd. Der Sound: Jung, modern, Jazz, Avantgarde. San Francisco: Body Music.

Musik hat ihren Wert für alle

01.03.07 (Irmgard Merkt) -

Werner Probst ist am 28. Januar 2007 im Alter von 81 Jahren gestorben. Generationen von Studierenden nannten ihn in bestem Ruhrgebietsdeutsch „Vatta“ – auch wenn sie aus Bayern, Baden-Württemberg und Berlin zum Studium der Sonderpädagogik nach Dortmund gekommen waren. Von 1969 bis 1977 war der promovierte Musikpsychologe Werner Probst Dozent und von 1977 bis 1990 ordentlicher Professor an der früheren Pädagogischen Hochschule Ruhr und jetzigen Universität Dortmund. Die Bezeichnung seines Lehrgebiets wechselt mit dem Vokabular der politischen Correctness: Sein Lehrgebiet und sein Lebensinteresse ist es jedenfalls, Kinder und Jugendliche mit Behinderung mit Musik in Berührung zu bringen, ihnen die aktive Teilhabe am Musikleben zu ermöglichen, sie zu Produzenten und überlegten Konsumenten von Musik zu machen – und der Welt der Nichtbehinderten etwas von der Bedeutung zu zeigen, die Musik und Instrumentalspiel im Leben eines Menschen haben kann.
Das erste Arbeitsfeld von Werner Probst ist die Musikschule. Schon während des eigenen Musikstudiums und des Studiums der Psychologie in Köln ist er Lehrer und stellvertretender Direktor der Musikschule der Stadt Leverkusen, dann Gründer und Leiter der Musikschule Bochum.

Von der Leichtigkeit künstlerischer Ideen

01.02.07 (Irmgard Merkt) -

Musik hat das Leben ihrer Tochter bereichert – das wissen Christa und Wilhelm Sonnemann. Miriam, geboren mit Down-Syndrom, entwickelte früh die Liebe zur Musik – die Fotos eines fröhlichen Kindes mit Blockflöte zeigen es. „Der Blockflötenkreis war ihre große Liebe“ erinnert sich Frau Sonnemann. Der Umgang mit Musik im Kreis von Gleichgesinnten strukturierte Miriams Leben, ein Leben, das nur 21 Jahre dauern durfte. Das Ehepaar Sonnemann gründete vor drei Jahren die miriam-stiftung, die unter verschiedenen Aspekten Menschen Mut machen möchte – wie dies auf der Homepage nachzulesen ist: www.miriam-stiftung.de

BLIMBAM – 20 Jahre Musik mit Behinderten

01.02.02 (Irmgard Merkt) -

Zwei große Themen bestimmten und bestimmen das Wirken von Werner Probst an Musikschule und Universität: die gezielte Anwendung von Musik im sonderpädagogischen Umfeld und die Integration von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung in die Institution Musikschule. Das erste thematische Feld führte zum Konzept der „Pädagogischen Musiktherapie”, das zweite zu der Tatsache, dass heute etwa an über 470 Musikschulen 6.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung im Instrumentalspiel unterrichtet werden. Vor 30 Jahren lag diese Zahl noch bei etwa 100.

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