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Alle Artikel kategorisiert unter »Isabel Herzfeld«

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Inspiration aus klassischen Wurzeln

06.12.11 (Isabel Herzfeld) -
Man könnte ihm allzu große Neigung zum Populären vorwerfen, zu wenig Avantgardismus oder thematische Stringenz seiner Programme. Doch was die Ära Nils Landgren beim Jazzfest Berlin in den Jahren 2001 und von 2008 bis 2011 auszeichnete, war das riesige Spektrum, das der schwedische Meisterposaunist einem begeisterten Publikum bieten konnte, eine Vielfalt, in der für jeden sowohl Ansprechendes als auch Anspruchsvolles zu finden war.

Ungehörtes aus dem „Goldenen Zeitalter“

07.10.11 (Isabel Herzfeld) -
Kaum jemand hätte sich das träumen lassen: Als der Berliner Pianist Peter Froundjian vor 25 Jahren im „Schloss vor Husum“ – heute liegt es mitten in der „grauen Stadt am Meer“ – zum ersten Mal acht schlichte Klavierabende mit ausschließlich unbekannten Stücken durchführte, wurde er als Sonderling, bestenfalls als etwas schräger Pianophiler belächelt, falls überhaupt wahrgenommen.

Museumsbesuch mit Bildstörungen

05.09.11 (Isabel Herzfeld) -
Noch ein Sommerfestival in Berlin, kann das überhaupt gehen? Tatsächlich fanden die Veranstalter von „Young Euro Classic“, dem schon das Sommerloch im August sehr effektiv füllenden Festival der Jugendorchester, noch eine frühsommerliche Lücke im Musikleben der Hauptstadt. Also wurde die dritte Juniwoche für das Festival „Klavierfieber“ reserviert, und das soll auch künftig so bleiben. Denn ein zahlreiches, begeisterungsfähiges und neugieriges Publikum nahm das neue Event sofort an. Vielleicht konnte es an gute Erfahrungen mit dem „Klaviertag“ anknüpfen, den YEC seit drei Jahren als „Festival im Festival“ durchführt und den man jetzt quasi nur „ausweiten“ musste.

Elf Freunde sollt ihr sein

03.04.11 (Isabel Herzfeld) -
Die fetten Jahre sind vorbei: Nach den opulenten und facettenreichen Ausflügen ins Musiktheater im Vorjahr zeigte sich „Ultraschall” in seiner 13. Ausgabe stark abgespeckt. Zwar gab es auch diesmal an die 20 Konzerte, auf die sich nicht weniger als 22 Ur- und Erstaufführungen verteilten, und heterogene, ein wenig richtungslose Vielfalt blieb nicht aus. Doch zu unbedeutend war oft ihre Substanz, zu wenig nachhaltig ihre Wirkung. An der fast ausschließlichen Konzentration auf die kleinen Spe­zial­ensembles für Neue Musik kann es nicht gelegen haben: Was das zu Recht gefeierte Ensemble Modern vor 25 Jahren in die Wege leitete, nämlich eine neue Qualität der Interpretation und damit den Aufbau einer Tradition des Neuen, ist heute gewissermaßen das Salz jedes Festivals und jeder Kammermusikreihe für Neue Musik. Und da liegt denn auch das Problem: Die Ensembles Modern, Recherche oder Mosaik, das Arditti-, Pellegrini- oder Sonar-Quartett sind einfach ständige Gäste auch des „Ultraschall“-Festivals – ein programmatisches Profil, wie die Kuratoren Rainer Pöllmann (Deutschlandradio Kultur) und Margarete Zander (rbb) behaupteten, lässt sich allein aus ihrer Teilnahme nicht gewinnen.

Die Lücken der Musikgeschichte schließen

19.12.10 (Isabel Herzfeld) -
Welcher „normale” Konzertgänger kennt schon Erwin Schulhoff, Viktor Ullmann oder Berthold Goldschmidt? Dass die Werke dieser und anderer Komponisten keine terra incognita bleiben, ist in hohem Maße einer Organisation zu verdanken, deren Engagement und Wirken in umgekehrtem Verhältnis zu ihrer Größe und finanziellen Ausstattung steht. Seit nunmehr zwanzig Jahren betreibt musica reanimata e.V. die Wiederentdeckung und Verbreitung von den Nationalsozialisten verfolgter Komponisten und ihrer Werke, und immer wieder gelingen diesem aus Musikwissenschaftlern, Musikern und Publizisten bestehenden Verein erstaunliche Funde einer quasi „musikarchäologischen” Arbeit.

Die Lücken der Musikgeschichte schließen: „musica reanimata“ feiert 20-jähriges Jubiläum

08.12.10 (Isabel Herzfeld) -
Welcher „normale” Konzertgänger kennt schon Erwin Schulhoff, Viktor Ullmann oder Berthold Goldschmidt? Dass die Werke dieser und anderer Komponisten keine terra incognita bleiben, ist in hohem Maße einer Organisation zu verdanken, deren Engagement und Wirken in umgekehrtem Verhältnis zu ihrer Größe und finanziellen Ausstattung steht. Seit nunmehr zwanzig Jahren betreibt musica reanimata e.V. die Wiederentdeckung und Verbreitung von den Nationalsozialisten verfolgter Komponisten und ihrer Werke, und immer wieder gelingen diesem aus Musikwissenschaftlern, Musikern und Publizisten bestehenden Verein erstaunliche Funde einer quasi „musikarchäologischen” Arbeit.

Grenzüberschreitende Virtuosität: Die 24. „Raritäten der Klaviermusik“ im Schloss vor Husum

07.10.10 (Isabel Herzfeld) -
In einer Welt, die sich immer rasanter verändert, ist das Altvertraute besonders wertvoll. So sind Festivals zu Fixpunkten unserer Musiklandschaft geworden, mit verlässlichen Elementen von Profil, Zeit und Ort. Förmlich greifbar ist dieser Geist der Beharrlichkeit im Schloss vor Husum, seit beinahe 25 Jahren Schauplatz der „Raritäten der Klaviermusik“.

Die geträumte Trompete - William Formans Festival für Neue Musik in Berlin

26.05.10 (Isabel Herzfeld) -
Kaum ein Instrument war bisher in seinem Charakter so festgelegt wie die Trompete. Ausgehend von den historischen Funktionen, die ihr auf der Jagd und im Krieg, bei Siegesverkündigung oder Gotteslob zugewiesen waren, war allein schon ihr Klang pure Affirmation, wurde zum Herrschaftsinsignium schlechthin, ob sakral oder säkular. In der reinen Konzertmusik war diese Kraft eher Beschränkung.

Innenwelten, Unterwelten

28.02.10 (Isabel Herzfeld) -
Um zentrale Themenstellungen war es Ultraschall, dem von rbb und Deutschlandradio Kultur in Berlin veranstalteten „Festival für neue Musik”, bisher kaum gegangen … Um jeden Preis sollten konzeptionelle Überfrachtungen, gar ideologische Einengungen, vermieden werden. So lag die Stärke des Festivals stets in der Wiederaufführung für hörenswert gehaltener Werke, die im üblichen Uraufführungsrummel untergingen – oft genug auch „Klassiker der Avantgarde”, die plötzlich in neuen Zusammenhängen und Interpretationen ganz neue verblüffende Qualitäten enthüllten.
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