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Alle Artikel kategorisiert unter »Janko Röttgers«

Journalismus kills music

01.11.05 (Janko Röttgers) -

Erinnert sich noch jemand an die RAF? Genau, die Jungs von den Postamt-Plakaten. Lang ist’s her. Damals, als langhaarige Kids von mitfühlenden Rentnern noch liebevoll als Bombenleger betitelt wurden. Und jeder, der die falschen Zeitschriften kaufte, automatisch zum Sympathisanten wurde. Ach ja, die frühen Achtziger. Schöne einfache Welt.
Doch jetzt hat das Achtziger-Revival auch die deutschen Phonoverbände erreicht. Im Sommer feierten diese in einer Presseerklärung eine einstweilige Verfügung gegen den russischen Online-Musikanbieter AllofMP3. Das Gericht hatte entschieden, dass AllofMP3 in Deutschland keine Musik mehr zu Dumping-Preisen anbieten darf.

Das Ende vom Wehklagen

01.05.04 (Janko Röttgers) -

Ende März hatten die Phonoverbände zu ihrer traditionellen Jahresbilanz-Pressekonferenz geladen. Diese Veranstaltung ist ein trauriges Ritual einer Branche in der Krise. Jahr für Jahr werden dort mit ernster Miene zurückgehende Verkaufszahlen verkündet. Auch 2003 machte da keine Ausnahme.

Schwerer Start für Phonoline

01.04.04 (Janko Röttgers) -

„Mit dem Startschuss für Phonoline beginnt für die Vermarktung und den Vertrieb von Musik eine neue Ära”, erklärte Warner-Chef Bernd Dopp anlässlich des Phonoline-Starts Mitte März. Die Plattform fungiert in Deutschland als Großhändler, der Web-Anbieter mit den Titeln der Plattenfirmen versorgen will. Erste Kunden sind das Universal Music-Angebot Popfile.de und der Konzertkartenhändler Eventim. Gemeinsam mit der Phonoline-Betreibergesellschaft Phononet hoffen sie, hier zu Lande das Apple-Wunder wiederholen zu können: Der Computerhersteller verkaufte in weniger als einem Jahr 50 Millionen Musik-Downloads.

Meinung

01.09.03 (Janko Röttgers) -

Sie hat es schon nicht leicht, die GEMA. Vielen Musikfans ist nicht einmal ganz klar, was genau eigentlich eine Verwertungsgesellschaft ist. Manch einer hält sie für so etwas wie die deutsche Filiale der Recording Industry Association of America (RIAA), dem klagewütigen Lobbyverband der US-Musikwirtschaft, und ignoriert damit gleich jeden Unterschied zwischen den einzelnen Rechteinhabern. Aber kann man es ihnen ganz verübeln, wenn sich die GEMA als Erfüllungsgehilfe der Plattenfirmen gebärt, obwohl sie doch eigentlich die andere Seite des Tisches repräsentieren sollte? Lässt es sich noch irgend jemandem schlüssig erklären, warum Becker auf der Popkomm. höhere Abgaben auf Leermedien forderte, wo doch das Recht auf Privatkopie mit dem neuen Urheberrecht praktisch ausgehebelt wurde?

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