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Alle Artikel kategorisiert unter »Klaus Bernbacher«
Angebot der Demokratie angenommen
Kämpfer für Grundrechte und Konzertsaal
Deutsch-englische Spurensuche
Die Freiheit der Perspektiven
Über die „Freiheit der Perspektiven“, ein besonderes Leitmotiv von Hans Otte, sprach der Komponist und Freund Reinhard Schimmelpfennig auf einer katholisch wie vom Zen-Buddhismus geprägten Trauerfeier in Bremen. Als langjähriger Kollege, Nachfolger bei Radio Bremen und Freund möchte ich ein paar persönliche Erinnerungen hinzufügen.
…Konzept überdenken
Prinz Constantin zu Hohenlohe-Langenburg, Hausherr von Schloss Weikersheim bis zum Verkauf an das Land Baden-Württemberg 1968 und Freund der Jeunesses Musicales, würde sich im Grabe umdrehen, wenn er einen Blick auf das Szenarium der Oper im Schlosshof 2005 werfen könnte. Der Autor dieser Zeilen hat als Bundesvorsitzender der MJD zusammen mit dem Verband vor 40 Jahren, also 1965, die Opernaufführungen im Schlosshof begründet und bis 1983 gesamtverantwortlich geleitet. Es war damals nicht einfach den Prinzen Constantin von der einmaligen Chance zu überzeugen, die akustischen und optischen Möglichkeiten des Schlosshofes zu nutzen. Seine Gegenargumente waren eher persönlicher Art, denn er wohnte im Seitenflügel und wollte abends seine Ruhe haben. Der Platz vor der Orangerie, zu der Zeit von großen Bäumen umrahmt, wurde als Alternative ausgedacht. Er gab schließlich sein Einverständnis für die Schloss-Oper und wir begannen erfolgreich, mit „Fidelio”, was ihn restlos überzeugte. Seine einzige Bedingung war der Wunsch, das natürliche Bild des Renaissance-Baues mit einzubeziehen und den Schlosshof nicht zu „verschandeln”. Wir, Musiker, Regisseure und Bühnenbildner, sind dieser Auflage gerne gefolgt. Opern wie unter anderem „Johanna auf dem Scheiterhaufen” (Honegger), 3. Akt „Meistersinger” (Wagner), „Die lustigen Weiber von Windsor” (Nicolai), „Die Kluge” (Orff), „Albert Herring” (Britten), „Troubadour” (Verdi), „Wildschütz” (Lortzing), „Freischütz” (Weber) und „Salome” (Strauss), bezogen das einmalige Ambiente des Hofes einschließlich erleuchteten Saal und Balkon mitein.
Hommage an einen Freund und Weggefährten
Dieser Beitrag soll den Blick auf einige Begebenheiten werfen und anderes ergänzen. Siegfried Palm habe ich vor 50 Jahren durch den Münchner Komponisten Fritz Büchtger kennengelernt und zwar im Rahmen von Konzerten des „studio für neue musik“, die Büchtger in der Münchner Lenbach-Galerie veranstaltete.
Öffentlich-rechtlich oder öffentlich bestechlich
Am 3. November fand im Bremer Haus der Bürgerschaft eine öffentliche Anhörung durch die Medienausschüsse der fünf norddeutschen Bundesländer Schleswig-Hostein, Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen statt. Gemäß §5a Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrages erstatten alle zwei Jahre ARD, ZDF und Deutschland Radio den Landesparlamenten einen Bericht über ihre wirtschaftliche und finanzielle Lage.
Einschränkung
Den Plänen des gegenwärtigen Präsidiums des Deutschen Musikrates hinsichtlich der Thematik der „Neuen Musik“ muss entschieden widersprochen werden. Meine Kritik, das als Vorbemerkung, gilt nicht den schwierigen Bemühungen des Präsidiums während der Insolvenz und danach einen Neuanfang zu wagen. Ich habe durchaus eine Vorstellung von den aktuellen Zwängen. Demgegenüber dürfen jetzt aber keine weitreichenden Fehler gemacht werden, die entweder aus Unkenntnis erfolgen oder ökonomische Interessen und Ursachen haben.
Anderer Blick
Die nmz ist für ihre Meinungsvielfalt ebenso berühmt wie berüchtigt. Und unsere Rubrik „Nachschlag“gilt geradezu als ein Hort der freien Stimme. Gern geben wir Klaus Bernbacher Raum für seine Sicht der Dinge – im Rückblick auf die Generalversammlung des Deutschen Musikrates in Bonn. Allerdings lassen wir gegen Bernbachers banknachbarliche Sicht der Personalentwicklung beim DMR gern unsere wohlrecherchierte bajuwarische „Legende“ stehen (nmz 3/03, Seite 1: „Erste Schritte“). Den Dank an Richard Jakoby holen wir hiermit gern nach. (nmz-Redaktion)
Vielseitiges künstlerisches Leben
Hans Ulrich Engelmann: Vergangenheitsgegenwart. Erinnerungen eines Komponisten, Darmstädter Schriften 80, Justus von Liebig Verlag 2001, zirka € 10,–

