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Alle Artikel kategorisiert unter »Mathias Bäumel«
Jazzclub legt Broschüre vor: „Tonne“-Jazz rund um die Wende im Oktober 1989
Sächsische Kulturstiftung gibt im Jahr 2009 mehr Geld für Jazz als im Jahr zuvor
„Byzantinum“ von Gábor Gadó – ein Fanal in der Musikgeschichte
Kleinere Kultureinrichtungen als Wirtschaftsfaktor
Kleine und mittelgroße öffentlich geförderte Kultureinrichtungen sind für ein breites Spektrum der kulturellen Angebote unverzichtbar, weil sie sich um Projekte und künstlerische Richtungen kümmern, die von kommerziellen Veranstaltern nicht ohne Weiteres realisiert werden können. Ein Vorurteil ist jedoch, dass der durch diese Kleinkultureinrichtungen erzielte kulturelle Nutzen teuer – nämlich mittels der jeweiligen öffentlichen Förderungen – erkauft sei.
Eine Studie des Dresdner Instituts für Orientierungswissen zeigt, dass gerade diese kleinen und mittleren Kultureinrichtungen sehr große wirtschaftliche Effekte erzielen. Das Institut befragte 2005 insgesamt 37 Dresdner Kultureinrichtungen. Es konnte nun mit dieser Studie zeigen, dass kulturelle Arbeit „harte“ wirtschaftliche Effekte hat, dass also die Subvention von Kultur eine ausgesprochen rentable Investition ist. Zum anderen konnte es nachweisen, dass dies nicht nur auf die großen Häuser, sondern eben in besonderem Maße auch auf die kleineren Kultureinrichtungen zutrifft. Von daher, so der Philosoph und Leiter des Institutes sowie auch der Studie Dr. Helmut Gebauer, „sollte man auch kommunale Kulturförderung, die 2006 in Dresden etwa 60 Millionen Euro betrug und sich 2005 etwa auf gleichem Niveau bewegte, als Investition mit nachweisbaren wirtschaftlichen Effekten ansehen.“
Betrachtet wurden für die Studie vier Indikatoren: Wertschöpfungs-, Einkommens-, Investitions- und Beschäftigungswirkungen.
Ein Autorenteam nähert sich dem vorwiegend in Prag gespielten tschechischen Jazz
Alexander J. Schneller, Ada Schneller, Christian Gerber, Danilo Silvestri: That Jazz of Praha, Vitalis Verlag Prag 2005, 216 Seiten, 24x28 cm, Fadenheftung, gebunden, Schutzumschlag, Lesebändchen. ISBN 3-89919-097-1
Musikalische Zeitläufe
Der Komponist Wilfried Krätzschmar, Rektor der Hochschule für Musik Dresden, hat ein sinfonisches Essay zum Festkonzert anlässlich des 175. Geburtstages der TU Dresden geschaffen. „Das Hochwasser, das auch unsere Hochschule stark betroffen hatte und über Monate meinen ganzen Einsatz forderte, brachte meine Zeitpläne für die Komposition zwar durcheinander“, erklärt Krätzschmar, „aber seit Mitte März sind die Mitglieder des Universitätsorchesters unter ihrem Chef Richard Hughey voll beim Proben.”
Rosenkavalier, Tannhäuser, Otello und Elektra
Max Gerd Schönfelder: Meine Jahre mit der Semperoper, Taurus Verlag Leipzig 2002, Herausgegeben von Elke Therese Schönfelder und Otto Werner Förster, 126 Seiten.
Wenn Rocker Freejazz machen
Hatte das Schweizer Trio Steamboat Switzerland bereits vor einiger Zeit mit ihrer „Live“-CD (Unit Records) und ihren intelligenten, ungestümen Soundimprovisationen zwischen Freejazz und Heavy Rock aufhorchen lassen, bleibt einem nun angesichts der Parallel-Veröffentlichung von „Budapest“ und „ac/dB [Hayden]“ (beide GROB) fast der Atem weg. Keyboarder und Hammond-Organist Dominik Blum, Bassgitarrist Marino Pliakas und Schlagzeuger Lucas Niggli entwickelten ihr Konzept einer an allen kategorisierenden Schubladen vorbeischlitternden, auf Klangflächen orientierten, rockigen Improvisationsmusik weiter.
Erlebnis Musik im Vordergrund
Knapp 4.000 Besucher wollten sich vom 14. bis 16. September 2001 auf der Dresdner Musikmesse „Sound” über Trends und Entwicklungen in der Musikbranche informieren – deutlich weniger als im Vorjahr (6.400). „Dies entspricht dem bundesweiten Besucherverhalten nach den Anschlägen in den USA. Die Leute sind verunsichert und nicht in der Stimmung für Messebesuche, haben auch kein Vertrauen in die wirtschaftliche Zukunft – sie halten ihr Geld fest“, meint Marketingleiter Tobias Blaurock.

