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Alle Artikel kategorisiert unter »Michael Kube«
90 Jahre Kultur bei BASF – Ludwigshafen feiert sein Feierabendhaus
02.12.11 (Michael Kube) -
Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Denn dass die BASF ausgerechnet nach 90 Jahren kulturellen Engagements die Spielzeit 2011/12 zu ihrer Jubiläumssaison macht, hat noch einen anderen Grund: Am 26. November 2011 wurde nach einer umfassenden Generalsanierung in Ludwigshafen das „Feierabendhaus“ mit einer Vielzahl von Konzerten und Veranstaltungen wiedereröffnet.
Durchlebtes Kunstwerk mit Aussage: Karl Amadeus Hartmanns „Simplicius Simplicissimus“ an der Dresdner Semperoper
22.10.11 (Michael Kube) -
1934/35 unter dem Eindruck des sich in allen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens bedrohlich ausbreitenden Nationalsozialismus entstanden, stellt Hartmanns „Simplicius Simplicissimus“ heute noch als Parabel ein zeitlos mahnendes Kunstwerk dar. Eine ganz auf den Kern zentrierte Inszenierung gelangte am 22. Oktober 2011 in Dresdens Kammeroper „Semper 2“ auf die Bühne.
Jedem Kind sein Instrument
04.04.11 (Michael Kube) -
Paul Hindemith. Plöner Musiktag; Dietrich Henschel (Bariton), David Reibel (Sprecher), Mitglieder des RSO Berlin, Jugendsinfonieorchester Marzahn-Hellersdorf, Ensembles der Hans-Werner-Henze-Musikschule, Rundfunkkinderchor Berliner, weitere Berliner Kinder- und Jugendchöre. Jobst Liebrecht (2008) *** Wergo WER 6728 2
Melancholische Meisterwerke: Streichquartette von Nikolai Miaskowsky mit dem Renoir Quartett
29.03.11 (Michael Kube) -
Eigenartigerweise gehört Nikolai Miaskowsky (1881–1950) noch immer zu den großen unbekannten der russischen Musikgeschichte. Dabei hat er nicht nur ein beträchtliches Œuvre hinterlassen, sondern auch als Lehrer am Moskauer Konservatorium eine ganze Komponistengeneration ausgebildet. Das aus Frankreich stammende Renoir Quartett hat nun zwei seiner Streichquartette eingespielt – eine Entdeckungsreise in dunkle Gefilde.
Veritable Kammermusik: das Jansa Duo spielt Werke aus dem frühen 20. Jahrhundert
09.03.11 (Michael Kube) -
Unter dem Motto »Rare Chamber Music« hat das Label »Ars Produktion« eine kleine Serie mit dem Jansa Duo gestartet. Und tatsächlich handelt es sich hier einmal um wahre Raritäten. Nicht allein die Besetzung (Violine und Violoncello) ist äußerst selten im Konzertsaal oder auf CD zu hören, sondern auch das eingespielte Repertoire.
Barockes „Best of“: Vivaldis Opern-Pasticcio „Bajazet“ nach 275 Jahren erstmals wieder auf der Bühne
13.12.10 (Michael Kube) -
Zu einer trefflichen Pastete bedarf es nicht nur guter Zutaten, sondern auch eines verständigen Kochs. Dass diese landläufige Küchenweisheit nicht nur am Herd, sondern auch in der Musikgeschichte ihren Platz hat, konnte am 12. Dezember 2010 im hübschen Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses mit Augen und Ohren besichtigt und behört werden: Zum Auftakt des diesjährigen „Barock-Festes“ fuhren die Heidelberger Bühnen mit Vivaldis „Bajazet“, einem wahren „Mischmasch“, einen glänzenden Erfolg ein.
Eine Sackgasse voller Versatzstücke: ein Live-Mitschnitt von Philip Glass’ Orpheus-Oper auf CD
12.10.10 (Michael Kube) -
Es gehört zu den Regeln der gehobenen Kunstkritik, äußerst produktiven Komponisten ein gewisses Maß an Oberflächlichkeit zu attestieren, während jene, die oftmals in eigenen Bedenken erstarrenden, als wahre Botschafter des Unsagbaren erscheinen. Dieses unselige Stigma der Vielschreiberei traf bereits Telemann und lebte bei Carl Czerny munter fort. Für das 20. Jahrhundert wird man Philip Glass nennen müssen: seine elfte Oper „Orphée“ (1992/93) erscheint nun als aktueller Live-Mitschnitt auf CD.
Große Szenen, schlüssig inszeniert: Gottfried von Einems „Dantos Tod“ in der Neuen Oper Wien
05.10.10 (Michael Kube) -
Wien ist immer eine Reise Wert – kulinarisch und kulturell. Dabei muss es nicht immer die Staatsoper sein. Die Szene ist weitaus vielfältiger – auch Dank der experimentierfreudigen „Neuen Oper Wien“, die nun mit Gottfried von Einems „Dantons Tod“ überraschte – doch auch 63 Jahre nach der Salzburger Uraufführung (1947) hat das Werk nichts von seiner Kraft verloren.
In der Kürze liegt die Würze
01.10.10 (Michael Kube) -
Gleich dutzendfach finden sich in den Regalen nicht nur gut sortierter Kulturkaufhäuser Enzyklopädien, die das Beste vom Besten versprechen. Doch was im Fernsehen für den Bereich der Bildenden Kunst zwischen 1981 und 1994 noch Kultstatus hatte (manifestiert gar durch einzelne Parodien), ist heute vielfach zur puren Massenware verkommen: »100 Meisterwerke« der Musik, der Kunst, der Literatur – oder auch des Rotweins. Und alles herrlich leicht zu konsumieren in gut verdaulichen Dosen.
Doppelte Begabung: Klavierwerke von Mikalojus Konstantinas Ciurlionis auf CD
15.09.10 (Michael Kube) -
Er zählt zu jenen Künstlern der Jahrhundertwende, die abseits der großen zentraleuropäischen Metropolen einen eigenen Weg in die Moderne suchten und fanden: Mikalojus Konstantinas Ciurlionis (1875–1911). Viel zu früh verstorben, ging mit seiner künstlerischen Doppelbegabung eine vielversprechende Alternative in der Musikgeschichte verloren. Nun liegen seine Klavierwerke in einer maßgeblichen Gesamteinspielung vor – mehr als eine Ehrenrettung.
