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Alle Artikel kategorisiert unter »Robert Göstl«

Keine Zeit für Nabelschau und Vereinsmeierei

28.04.12 (Robert Göstl) -
Es ist nicht unbedingt der Normalfall, wenn eine Veranstaltung von Chören kurz vor der Notankündigung „Wegen Überfüllung geschlossen!“ steht. Gemeint ist das Deutsche Chorfest in Frankfurt/Main vom 7. bis zum 10. Juni 2012. Der Deutsche Chorverband (DCV) freut sich im 150. Jahr seines Bestehens darüber, dass sich fast 500 Chöre mit rund 20.000 Sängerinnen und Sängern aus der ganzen Welt angemeldet haben, um bis zu dreimal an einem der mehr als 25 Spielorte aufzutreten – das ergibt rund 600 Auftritte in 4 Tagen.

Denk ich an Chor …

06.12.11 (Robert Göstl) -
…hat unsere neue Chorszene-Seite seit April als durchlaufende Rubrik begleitet. Namhafte Kolleginnen und Kollegen haben sich zu standardisierten Fragen geäußert und viel schweigende Zustimmung, in einem Fall sogar in Leserbriefform geäußerte Kritik hervorgerufen. In der letzten Ausgabe der nmz im Jahr 2011 erlaube ich mir nun als redaktionell Verantwortlicher ein eigenes „Denk‘ ich an Chor…“ mit Blick auf 2012 und lade herzlich zu Meinungskundgebungen ein!

Denk ich an Chor …

31.10.11 (Michael Fuchs) -
Herr Fuchs, Sie sind als Professor für Phoniatrie unmittelbar mit dem Thema „Stimme“ befasst, haben als ehemaliger Thomaner aber auch einen starken Bezug zum Chorsingen, der in die Konzeption des mittlerweile hoch renommierten Leipziger Symposiums zur Kinder- und Jugendstimme einfließt. Was scheint Ihnen im Herbst 2011 an der Chorszene in Deutschland besonders bemerkenswert?

Der Plan scheint aufzugehen

05.09.11 (Robert Göstl) -
Es war und ist ein Wagnis, eine Messe, ein Festival und zugleich einen Fachkongress nur unter das Motto „Chor“ zu stellen. Natürlich gibt die Szene genügend Themen und auch genügend Menschen her, um für solch ein Vorhaben eine statistisch günstige Prognose zu stellen. Aber ob die vielen chorbewegten Menschen bei uns im Land sich dann auch bewegen lassen, eine ganze Stadt vier Tage lang in die Chorhauptstadt Deutschlands zu verwandeln, konnte gerade in Kenntnis der sehr heterogenen Szene niemand mit Gewissheit voraussagen.

 Denk ich an Chor ...

31.03.11 (Robert Göstl) -
Herr Hempfling, Sie sind lange „im Geschäft“ – als Dirigent, als Hochschullehrer, als Herausgeber von Noten, als Juror … Was scheint Ihnen im Frühjahr 2011 an der Chorszene in Deutschland besonders bemerkenswert?

Chorlandschaft im Umbruch

31.03.11 (Robert Göstl) -
Es liegt etwas in der Luft … junge Chöre sprießen mancherorts wie Pilze aus dem Boden, a-cappella-Festivals erleben einen enormen Zulauf, Kinder- und Jugendchöre verzeichnen Zuwachszahlen, nach jahrelangen Warnrufen vor der verstummenden Nation stellen Feuille­tons eine Renaissance des Singens fest, das deutsche Volkslied feiert im besten Sinne fröhliche Urständ und ausgerechnet mit einer Medienkooperation für Wiegendlieder wird eine Resonanz erzeugt, die sich niemand hätte träumen lassen. An den Hochschulen wird dieser Trend durch die Einrichtung entsprechender Professuren und vokal profilierter Studiengänge aufgegriffen, und selbst mancher Politiker hat erkannt, dass es lohnend sein könnte, wenn schon nicht wie weiland Bundespräsident Scheel auf den gelben Wagen, so doch immerhin auf den anrollenden Zug der Chorszene in Deutschland aufzuspringen.

Wer singt, muss sich auch bewegen können: Zum Aktionstag „Singen bewegt“ am 2. Oktober 2010 in Berlin

17.09.10 (Robert Göstl) -
Aus dem Blickwinkel der chorischen Stimmbildung heraus ist diese Forderung mittlerweile beinahe ein Allgemeinplatz. Die meisten Chorleiterinnen und Chorleiter, auch viele Sängerinnen und Sänger wissen: Wenn der ganze Körper am Singen beteiligt ist, lösen sich stimmtechnische Schwierigkeiten, werden ungeahnte Leistungen erreicht und auch der Klang wird schlichtweg besser. Wer singt, sollte sich also bewegen.

Substanziell, aber ein wenig knapp

02.03.09 (Robert Göstl) -
In diesem Buch werden die meisten wesentlichen Aspekte des Singens mit Kindern, soweit sie sich auf die Schulsituation und den Kinderchor am Anfang erstrecken, angesprochen. Die Tatsache, dass auf 176 Seiten sehr weite Themenfelder von der Stimmbildung über die Methodik (inclusive relative Solmisation) bis hin zur Liedbegleitung auf dem Klavier und der Gitarre und schließlich auch noch das Dirigieren behandelt werden, zeitigt bei aller Liebe zur knappen Darstellung aber doch in wesentlichen Punkten eine zu geringe Tiefe.

Chorsinfonik Werkkunde, Band 3: auf 390 Seiten eine Fülle von Informationen und Anregungen

01.11.07 (Robert Göstl) -

Heribert Allen/Hans Gebhard (Hrsg.): Chorsinfonik Werkkunde (Schriftenreihe des Verbands Deutscher KonzertChöre, Bd. 3), Weimar 2007, € 19,50, ISBN 978-3929698-03-9

Platz drei in der Hitliste der Aktivitäten

01.05.04 (Robert Göstl) -

Seit geraumer Zeit nimmt in der Musikszene die Diskussion um den Stellenwert des aktiven Musizierens von Kindern und Jugendlichen einen breiten Raum ein. Beklagt wird in der Regel ein Mangel, den meist die gesamte Gesellschaft oder zumindest „die anderen“ zu verantworten haben. Die einen bangen um den Nachwuchs an Konzertbesuchern, die anderen um zukünftige Chorsänger und nicht zuletzt die Hochschulen malen ein Szenario der Übernahme ihrer Häuser durch Studenten aus anderen Ländern an die Wand. Neben diesen nicht ganz zweckfreien und selbstlosen Warnrufen hört man allerdings auch diejenigen, die vor allem um die persönlichkeitsbildende Wirkung von Musik wissen und deren Verlust für jedes Kind als Person fürchten. Der Fokus der Klage richtet sich dabei verstärkt auf die allgemein bildenden Institutionen, auf Schule und Kindergarten. Und nimmt man nun letzteren und dazu das musikpädagogische Teilthema „Singen“ heraus, so fallen die Beurteilungen meist schlecht bis katastrophal aus.

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