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Alle Artikel kategorisiert unter »Stefan Liebing«
Motivation durch Strukturwandel
Neue Initiative eint Dachverbände der Szene
Umbruch allerorten: Die Diskussion um die Berliner Opernhäuser, Sparzwänge und Reformbedarfe, der Deutsche Musikrat im Insolvenzverfahren, neue Anforderungen an urheberrechtliche Bestimmungen durch elektronische Medien und die unnötige Verkomplizierung rechtlicher Anforderungen an Vereine und Verbände sind Beispiele dafür. Beispiele, die zeigen, wie groß der Veränderungsdruck gerade in der Musikbranche ist. Darauf wollen vier Organisationen des Deutschen Musiklebens gemeinsam reagieren.
Eine Chance für die Laienorganisationen?
Der Deutsche Musikrat steckt in der schwersten Krise seiner Existenz. Der gerichtlich bestellte Insolvenzverwalter ist im Haus, um zu retten, was gerettet werden kann. Das Präsidium durfte nur noch beraten, ist inzwischen geschlossen zurückgetreten, der Generalsekretär wurde entlassen. Schwierige Zeiten also für die Musikszene in Deutschland. Doch die Krise birgt auch die Chance zum raschen Wandel. So könnte die jetzige Situation einen nie da gewesenen Umbruch ermöglichen, den viele schon lange erhofft haben.
Jugendliche und innovative Szene stärken
Vier Partner haben jetzt eine langfristige Kooperationsvereinbarung geschlossen, um die Modernisierung der Laienmusikstrukturen in der Bundesrepublik gemeinsam zu forcieren: Die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. (BDMV), die Dr.h.c.-Gerhard-Weiser-Stiftung, die Kulturstiftung der Länder und die Musikmesse Frankfurt wollen gemeinsam an diesem schwierigen Thema arbeiten.
Offensichtlich keinerlei Problembewusstsein vorhanden
Mit Interesse habe ich verfolgt, welche Äußerungen die Herren Lange, Piendl und Rietschel in Ihrer Radiosendung „taktlos“ gemacht haben.
Ersparnis von zehn Millionen Mark Sozialabgaben
Hauptsorge der Musikvereine in der Bundesrepublik ist momentan die sozialversicherungsrechtliche Behandlung ihrer Dirigenten. Neue gesetzliche Regelungen haben bei den über 15.000 Vorsitzenden für Unsicherheit gesorgt: Scheinselbstständigkeit und Neuregelung der 630-Mark-Jobs, Novellierung des Künstlersozialversicherungsgesetzes und Statusklärung bei der BfA – mancher Ehrenamtliche wird wider Willen zum Jura-Fachmann. Die Dachverbände der Laienmusik haben ihre Sorgen im Deutschen Bundestag angesprochen und wurden gehört: Erfolg auf der ganzen Linie!
Vom Stellenwert des Laienmusizierens in der Gesellschaft
Acht Millionen Haus-Musikanten, Jugendorchester, Laienchöre oder Hobby-Volksmusiker gibt es in Deutschland. Belächelt vom hehren Feuilleton, vernachlässigt von der offiziellen Kulturpolitik bilden sie die Grundsubstanz unseres Musiklebens. „taktlos“, das Radiomagazin der neuen musikzeitung und des Bayerischen Rundfunks nahm am 2. Februar 2001 um 20.05 Uhr in Bayern2Radio Kontakt auf (www.nmz. de/taktlos). Einer der Gäste war Stefan Liebing, Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Bundesvereinigung Deutscher Blas- und Volksmusikverbände e.V. und des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg. Als Betriebswirt und Unternehmensberater hat er zahlreiche Einrichtungen aus dem Non-Profit-Bereich beraten und auch für die genannten Verbände ein Gutachten erstellt. Seit Anfang 2000 ist Liebing für den hauptamtlichen Verbandsbereich verantwortlich. Für die nmz schreibt er über den Strukturwandel im Verbandswesen.

