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Alle Artikel kategorisiert unter »Stephanie Knauer«
Melodien, die sich zu reimen scheinen: das Tord Gustavsen Quartet mit „The Well“
20.01.12 (Stephanie Knauer) -
Dem Quartett steht jede Himmelsrichtung offen: Zwei geben den Rhythmus, zwei erhalten „stimulation from working with the materials from different angles“, so Tord Gustavsen. Nach Experimenten vom Duo bis Quintett hat sich die Besetzung um den norwegischen Pianisten auf vier eingependelt.
Erlebnispark Medienkunst: das Augsburger Festival „lab30“ bewegt sich in den Grenzbereichen zwischen Musik und bildender Kunst
11.11.10 (Stephanie Knauer) -
Ein guter Ruf ist die beste Werbung. Das gilt auch für „lab30“, das 2001 vom städtischen Kulturamt „hochgefahrene“ Augsburger Medienkunstfestival, das sich trotz kleinem Budget großteils via Mundpropaganda vom – so im Programmtext – „leisen, subversiv angelegten Hauch“ zum internationalen Format ausgeweitet hat. Die überwiegend jungen Künstler kommen inzwischen bis aus Japan und den USA zu dem dreitägigen Kunstlabor, laut lab30-Kooperationspartner Peter Bommas „Abenteuerspielplatz“ und „elektronische Bastlerzentrale“ im Kulturhaus abraxas und auf dem Gelände Kulturpark West, beides ohnehin kulturelle Experimentierfelder der Schwabenmetropole.
Herrlich unverblümt und hemmungsfrei
07.07.10 (Stephanie Knauer) -
Juliane Votteler, Intendantin des Theaters Augsburg, rühmte bei der Premierenfeier zu Recht auch die „unglaubliche Arbeit der Logistik“. Denn die zwei Jahre währende Organisation des Musiktheater-Großprojekts und Auftragswerks „Die Abenteuer des Tom Dumm“ stand dem beeindruckenden Resultat nicht nach.
Absprache und Anarchie: Livemusik zu Brecht-Filmen in Augsburg
10.02.10 (Stephanie Knauer) -
„Mit 'nem Messer in der Brust… Sieben Kinder und ein Greis – Mackie, welches war dein Preis?“ So lustig ist er gar nicht, Brechts Haifisch. Die Verse der Dreigroschen-Moritat huschen wie am laufenden Band über den Filmstreifen, der in schneller Folge Feuersbrünste, Rettungseinsätze, schreiende Münder zeigt. Immer weiter steigt der produzierte Lärmpegel, überdeckt schließlich die weltberühmte Melodie, bricht plötzlich ab.
Toleranzinitiative: Rabih Abou-Khalils Musik zum Stummfilm „Nathan der Weise“
26.10.09 (Stephanie Knauer) -
„Seid Menschen!“, verlangt Sultan Saladin zum Schluss. Diese im letzten Zwischentitel „verbalisierte“ Forderung nach gelebtem Humanismus durchzieht den zweistündigen Stummfilm „Nathan der Weise“ wie ein roter Faden: in Form lautlos schreiender Anklage gegen visualisierte Unmenschlichkeit, gegen verbohrte christliche Intoleranz und fanatisierten Glaubensdünkel, dem Nathans Ringparabel als leuchtendes, allegorisch verbrämtes Ideal gegenübersteht; und endlich als dargestellter elysischer Religionsfriede, der die 1922 gedrehte Filmfassung des gleichnamigen Ideendramas von Gotthold Ephraim Lessing als Vision vom Paradies auf Erden krönend abschließt.
Mit dem richtigen Zuschnitt
28.08.09 (Stephanie Knauer) -
Das Thema war Gemeinschaft: Mit Tableaux vivants, knackenden Plastikbechern oder Kreiselsausen wuchsen die zehn Minuten „Ich glaub´, hier kagelt´s“ der Volksschüler aus Täfertingen über einen bloßen Beitrag zum Workshopkonzert hinaus.

