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Alle Artikel kategorisiert unter »Susanne Schmerda«
Archaische Begegnungen von Orient und Okzident: Paul Gigers „Pert Em Hru“, neu vertanzt bei den St. Galler Festspielen
Musik, die den Menschen etwas angeht
„Komponieren ist für mich wie der Herzschlag“: Zum 70. Geburtstag von Wilfried Hiller
Ein Glücksfall für die Praxis
Ein Schlagzeugkonzert als Klangstrom, le Sacre am See
Zwölf junge Schlagzeuger, allesamt klassisch geschult, doch mit bisher wenig Improvisations-Erfahrung. Gemeinsam mit dem Schweizer Perkussionisten Fritz Hauser ist die im Sommer 2005 gegründete „LUCERNE FESTIVAL Percussion Group“ nun angetreten, dies zu ändern: In einer langen Probenwoche hat sie ihre Wahrnehmung sensibilisiert für den Gesamtklang eines Kollektivs und für das kreative Spiel des Gegenübers. Sie konnte ihre kommunikativen Fähigkeiten schulen und erleben, wie viel Miteinander und Individualität möglich sind.
Kleine Kosmen
Joel Frederiksen: The Elfin Knight. Joel Frederiksen (Bass, Laute und Leitung), Ensemble Phoenix München. harmonia mundi France HMC 901983
Musik eines Vergessenen
Denkmäler der Tonkunst in Bayern (Neue Folge), Bd. 19: Johann Kaspar Kerll – Delectus Sacrarum Cantionum (München 1669). Ed. Bettina Eichmanns, Breitkopf & Härtel SON 249, 117 Euro
Auf der Suche nach der Luft von anderen Planeten
Am Anfang steht ein Dreiklang, bestehend aus zwei Gemälden und einer Musikkomposition: dem Gruppenbildnis mit Schönberg des Wiener Malers Richard Gerstl, Arnold Schönbergs im Autograph gezeigtem Zweiten Streichquartett op. 10 sowie Wassily Kandinskys Impression 3 (Konzert). Drei Werke zwischen Expressionismus und Abstraktion, Tonalität und Zwölftonmusik. Gerstls Gruppenbildnis von 1907, revolutionär in seiner Verschmelzung von Figürlichkeit und Konturauflösung, und Schönbergs Streichquartett von 1908 – ein Schlüsselwerk des Wiener Komponisten auf dem Weg zur Zwölftonmusik, das wiederum den Russen Kandinsky 1911 zu seiner epochalen Impression 3 und zur Weiterführung seiner abstrakten Malerei inspiriert hatte.
Vom Pionier der „Raummusik“
Henry Brant: Music for Massed Flutes. The New York Flute Club
New World Records 80636-2
Wohltuend anders: „Klonk!“
Ein wundersames Geburtstags-Spektakel hatte Markus Schmitt konzipiert und dazu fünf weitere Komponisten, die „Schlagwerker Augsburg“ (Stefan Blum, Leitung, Erina Goto und Thomas Hastreiter) und die Mezzosopranistin Cornelia Mélian eingeladen. Man wollte Spiel-Klassiker wie Topfschlagen, Eierlauf und Blinde Kuh in Musik verwandeln, herausgekommen ist ein Kinderkonzert der wohltuend anderen Art: ohne bemüht „kindgerechte“ Moderationen, anbiederndes Geschichtenerzählen und betuliche Späße.

