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Alle Artikel kategorisiert unter »Ute Büchter-Römer«

Katastrophe im Kopf – das Ensemble Intercontemporain mit vier neuen Stücken in Köln

13.01.12 (Ute Büchter-Römer) -
Die Eindrücke des Konzertes des Ensemble Intercontemporain führten zu unterschiedlichen emotional-rationalen Welten. Susanna Mälkki dirigierte Kompositionen, von denen drei in Köln zum ersten Mal nach der Uraufführung in Paris vor drei Tagen zu hören waren. Allen vier Werken lag die Idee einer Grenzerfahrung von erlebter Gleichzeitigkeit zugrunde:

Das kreative Prinzip

06.12.11 (Ute Büchter-Römer) -
Sie nimmt die Ehrungen lächelnd entgegen, reiht sich ein in die vielen Ausführenden: Sofia Gubaidulina bleibt nachdenklich, zurückgezogen, so als gelte der Beifall nicht ihr, sondern dem Geschenk, komponieren zu können und zu dürfen in ihr. Sofia Gubaidulina wurde achtzig: Ihr zu Ehren veranstaltete der NDR in Hannover ein Festival vom 9. bis 13. November an verschiedenen Orten der Stadt.

Disziplin und Freiheit im Umgang mit Musik

05.10.11 (Ute Büchter-Römer) -
„Disziplin und Freiheit in der Musik sind wie das stetige Ein- und Ausatmen untrennbar mit dem Menschen und seiner Erziehung verbunden!“ Dieser Ausspruch Yehudi Menuhins ist der dem „Pre-College Cologne“ vorangestellte, zentrale Gedanke. Er findet sich als Titel in dem Informationsheft des Colleges über den Bildern von acht musizierenden Kindern und Jugendlichen.

Schubertiade Schwarzenberg – eine Momentaufnahme im September

13.09.11 (Ute Büchter-Römer) -
Von einem Berg zum anderen Ende des Tales – ein Regenbogen, voller glänzender Farben, angestrahlt von der Sonne. Vor dem Konzertsaal in Schwarzenberg ein vom Klavierspiel Elisabeth Leonskajas und dem Naturschauspiel begeistertes Publikum. Schwarzenberg als ein Ort der musikalischen Begegnung, der Künstler mit dem Publikum, die Künstler untereinander, ein Ort des Austausches, der Hörer, die kommen, um zu hören und nicht um gesehen zu werden, der Künstler, die mit höchstem Engagement musizieren, da sie auch wissen, dass man sie versteht und verstehen will.

„Klang & Raum Festival“ in Irsee endet mit einer spektakulären Aufführung der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven

12.09.11 (Ute Büchter-Römer) -
Der unmittelbare intensive Klang erfüllte das Kirchenschiff, ließ keinen der vielen Zuhörer unberührt. Der durchsichtige Klang des Tafelmusik Orchesters und die jugendlichen Stimmen des Tölzer Knabenchors unter der Leitung von Bruno Weil verliehen Beethovens 9. Sinfonie jenes optimistische Empfinden, das diesem so idealistischen Werk Schillers und Beethovens innewohnt, Gedanken der Aufklärung, Hoffnung auf ein sinnvolles Leben in menschlicher Gemeinschaft. Nach 19 Jahren endete das „Klang und Raum Festival“ in Irsee mit Haydns Sinfonie Nr. 44 e-moll und der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven, beide Werke schienen die Situation des Festivals, das nach den vielen Jahren unter der künstlerischen Leitung Bruno Weils in diesem Jahr endete, und die Gefühle von Ausführenden und Publikum zum Ausdruck zu bringen.

Luftschwirrende Klänge: „Himmel und Erde“ – ein Konzert in der Kunst-Station St. Peter Köln

16.04.11 (Ute Büchter-Römer) -
Kurze, fast kreischende helle spaltartige Klänge, abgehackt, plötzlich wieder kehrend, sich wiederholend, minimal erweitert, durch punktartige dunklere Cluster ergänzt, vor einem schwirrenden Orgel-Luft-Bass im Dunkel das Helle kontrastierend, dichtere Toncluster bilden harte Gegensätze, graben sich eindrucksvoll ins Ohr. Christina C. Messners Stück „erdwärts – himmelan. Vom Schweben und Sinken“ für Orgel wurde von Dominik Susteck eindrucksvoll uraufgeführt.

Raumbezogen, intensiv: vier Uraufführungen in Köln setzen sich mit dem „Stabat mater“ auseinander

02.11.10 (Ute Büchter-Römer) -
Stabat Mater Dolorosa – „es stand die Mutter schmerzerfüllt“: diese uralte Klage der Mutter über den Tod des Sohnes ist im christlichen Verständnis mehr als die archaische Trauer um den toten Sohn; sie ist Symbol und Zeichen des Todes und Symbol der Erlösung. In der Kunst-Station Sankt Peter in Köln wurden am Reformationstag Auseinandersetzungen mit dieser Klage von Komponistinnen verschiedener Generationen uraufgeführt.

„Die Leute haben falsch gehört“

29.09.10 (Ute Büchter-Römer) -
Sieben Jahre ist das Projekt Lucerne Festival Academy in diesem Sommer geworden. Mehrere hundert Nachwuchsmusiker aus der ganzen Welt sind in dieser Zeit zu Pierre Boulez und seinen Mitarbeitern nach Luzern gekommen, um dort ihr Wissen über die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts zu vertiefen. Indem sie dort ihrer Passion fürs Neue frönen, werden sie zu den Künstlern gemacht, die der Gegenwartsmusik eine Zukunft geben. Pierre Boulez spricht von vier Kulturen, die an der Academy gelehrt werden und von denen eine ohne die andere nichts ist: Es sind die Kultur des Dirigierens, die Kultur des Orchesterspiels, die Kultur der Meisterklassen mit ihrer Literatur für kleine Ensembles und nicht zuletzt die Kultur des Komponierens. Ute Büchter-Römer besuchte diesen Sommer die Academy für ein paar Tage und protokollierte für die neue musikzeitung die enge Verzahnung von Lehre, exzellenter Aufführung und Einbettung in das große Festival.

Zurück in die Innerlichkeit der kleinen Form

07.07.10 (Ute Büchter-Römer) -
„Circe, Circe, kannst du mich hören“, klingt es aus der Ferne des Mythos durch die Musik Richard Strauss´ Oper „Ariadne auf Naxos“ zu uns Zeitgenossen. „Märchen und Mythen“ sind das Thema der Richard Strauss Festspiele in Garmisch Partenkirchen im Juni 2010. Brigitte Fassbaender, Intendantin der Festspiele, verknüpfte in den Kammermusik- und Orchesterkonzerten wie der Märchenlesung und dem Gespräch über die Bedeutung des Mythos im Werk von Richard Strauss eine Vielzahl unterschiedlicher musikalischer Märchenbilder miteinander. Sehnen wir uns nicht alle nach dem verwandelnden Klang der Zauberflöte, eines Zaubers, der auch uns Zeitgenossen die Feuer- und Wasserprobe unbeschwert überstehen lässt?

Nichtsignifikante Töne – Kaija Saariahos „Laterna Magica“ in Luzern

04.09.09 (Ute Büchter-Römer) -
Licht, die Faszination des Lichts als Farbe in der Musik, Klangfarbe in der Bewegung. Farbe, Licht, Klang als Teil des naturhaften Klingens: „Das milde, gefährliche, traumhafte, lebendige, tote, klare, diesige, heisse, heftige, kahle, plötzliche, dunkle, frühlingshafte, einfallende, nach außen dringende, gerade, schräge, sinnliche, bezwingende, giftige, beruhigende, helle Licht. Das Licht“, das sind die Worte des 2007 verstorbenen schwedischen Regisseurs Ingmar Bergmann, die der Komposition „Laterna Magica“ der finnischen Komponistin Kaija Saariaho zugrunde liegen.
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