«all2gethernow» soll Lösungen für Krise der Musikindustrie aufzeigen
«Wir müssen uns mit Blogs und Web 2.0 auseinandersetzen und können die Lösungen nicht von Panels aus diktieren», sagte der Ex-Vorstandsvorsitzende von Universal Music. Auch die illegale Konkurrenz müsse als Konkurrenz anerkannt werden.
Im «Barcamp» werden daher Open-Source-Aktivisten zusammen mit der GEMA über die Verwertungsgesellschaft der Zukunft debattieren, Vertreter der Piratenpartei beraten mit Independent-Musikverbänden über das künftige Urheberrecht, Politiker treffen auf Musiker und Internetaktivisten. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Runden werden am 18. September im Radialsystem V vorgestellt.
Bei der «Conference» werden zudem Modelle aus der Praxis präsentiert: So berichtet ein Vertreter der irischen Isle of Man über die dortigen Erfahrungen mit der Einführung einer Kulturflatrate, die Metropolitan Opera in New York informiert über ihre Umsätze mit Live-Video-Streamings. Vorgestellt werden ferner Bands, die sich durch Hauskonzerte oder Verkäufe von Aktien an ihre Fans finanzieren.
Während die Popkomm nur für Fachbesucher geöffnet war, wünscht sich Renner jetzt möglichst viele teilnehmende Bürger. «Man wird die Lösungen nie ohne die Nutzer der Musik finden», sagte er. Der Eintritt für das zweitägige «Barcamp» kostet 20 Euro, Tickets für die Konferenz 35 Euro. Die Veranstalter erwarten Teilnehmerzahlen «im vierstelligen Bereich». Renner hofft zudem, «dass uns allen nach einer Fortsetzung im nächsten Jahr gelüstet».
Organisatoren von «all2gethernow» sind neben Motor Entertainment die Agentur Newthinking Communications und das Radialsystem V. Die Popkomm war im Juni abgesagt worden. Als ein Grund wurde die Internetpiraterie und ihre Folgen genannt.
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