Bayerische Staatsoper bringt 2012 Wagners «Ring» heraus
Als Regisseur wurde Andreas Kriegenburg verpflichtet, der in München bereits eine viel beachtete Neuinszenierung von Alban Bergs «Wozzeck» herausbrachte. «Das wird ein ganz außerordentlicher Moment», sagte Nagano am Dienstag in München. Dieses große Werk sei zentral für die Operngeschichte und habe auch eine besondere enge Beziehung zu Bayern und München. «Rheingold» und «Walküre» wurden in München, «Siegfried» und «Götterdämmerung» in Bayreuth uraufgeführt.
Die vier Teile von Richard Wagners monumentaler Operntetralogie «Der Ring des Nibelungen» kommen von Februar bis Juni 2012 heraus und werden bei den Münchner Opernfestspielen 2012 noch zweimal als kompletter Zyklus präsentiert. «Wir sind das einzige Haus außer Bayreuth, das den gesamten Ring innerhalb von nur sechs Monaten realisiert», sagte Staatsopernintendant Nikolaus Bachler bei der Präsentation des Spielplans für die Saison 2011/2012. «Das wird für uns eine überdimensionale Anstrengung, ist aber auch aller Mühe wert.»
Kriegenburgs Inszenierung des «Ring» wird nach Naganos Worten weder mit «technologischem Ballast» noch ideologischen Deutungskonzepten oder «Provokationen» überfrachtet. Im Ring gehe es um Menschen als «Protagonisten und Antagonisten». Diese Geschichte wolle er zusammen mit Kriegenburg erzählen. Wagners «Ring» war zuletzt in der Inszenierung von David Alden im November 2006 an der Staatsoper zu sehen. Alden hatte ein Konzept übernommen und weiterentwickelt, das noch von Herbert Wernicke entwickelt wurde,
der jedoch 2002 während der Arbeiten an der Inszenierung starb.
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