Bonns Oberbürgermeister sieht weiter Chancen für Festspielhaus
Gleichzeitig verteidigte Nimptsch erneut die Entscheidung, das Bauprojekt vorerst nicht weiter zu verfolgen. Vor dem Hintergrund massiver Probleme der Stadt Bonn könne der Neubau eines international konkurrenzfähigen Konzertsaales nicht die oberste Priorität haben. Darauf hatte sich die Stadt im April auch mit der Deutschen Post, der Telekom und der Postbank geeinigt, die den Bau mit rund 75 Millionen Euro finanzieren wollten.
Die drei in Bonn angesiedelten Großunternehmen wollten den Betrag für den Bau spenden. Für die jährlichen Betriebskosten in Höhe von geschätzten fünf Millionen Euro sollte eine Stiftung aufkommen. Der Neubau sollte an der Stelle der historischen Beethovenhalle am Rheinufer entstehen.
Zunächst müsse der Haushalt saniert werden, um die finanzpolitische Handlungsfähigkeit nicht zu verlieren, und das Kongresszentrum müsse fertiggestellt werden, sagte Nimptsch. Auch könne die Stadt weder den wachsenden Widerstand in der Bevölkerung gegen den Abriss der Beethovenhalle noch die Probleme des Denkmalschutzes übersehen.
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