chiffren-Projekt »Musiklabor´08«: Expeditionen ins Labyrinth
»Jeder Mensch, der sich mit Musik beschäftigt, sollte eigentlich auch komponieren können.« Dieses Wort von Hans Werner Henze hört sich, seien wir ehrlich, im ersten Moment völlig unrealistisch an. Ist das Komponieren nicht eher eine Art »Geheimwissenschaft«, zu der bei weitem nicht jedermann Zugang hat? Sie haben recht: so wäre es auch, wenn Komponieren bedeuten würde, nach traditionellen Regeln ein Stück zu schreiben. Aber wäre das Ergebnis dann nicht eher ein Kunststück als ein Stück Kunst?
Es ging und geht beim Komponieren fast aller Komponisten darum, eine Idee, eine Vision oder eine Imagination zu haben und dafür mit den Mitteln ihrer Zeit eine klangliche Realisierung zu finden. Genau darin besteht gerade auch heute die Möglichkeit, dass jeder Mensch einen musikalischen Ausdruck für das finden kann, was ihn bewegt – vergleichbar mit Zeichnen oder Malen. Welches kreative Potential besonders bei Kindern und Jugendlichen vorhanden ist, haben wir im Konzert des Kinderkompositionskurses des »chiffren« - composer in residence im Oktober gehört und gesehen.
Sechs Musiklehrerinnen und Musiklehrer haben nun im Rahmen des »chiffren«-Projekts Musiklabor ´08 zwei Wochenenden und die Herbstferien darangesetzt, ihrer eigenen Kreativität einmal Raum zu geben und in künstlerische Regionen vorzustoßen. Unterstützt wurden sie dabei durch den Komponisten und Dirigenten Johannes Harneit.
Sonntag, den 30. November 2008, um 11 Uhr im Klaiber-Studio,
Opernhaus Kiel.
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