Ein Fest für Janáček: Die Stadt Brno lädt vom 16. bis 28. November zu einem Festival mit Oper, Ballett und Konzert
Am 16. November beginnt das Festival mit mehr als 30 Präsentationen von Opern, Konzerten und Theateraufführungen, dazu kommen Workshops, Vorträge, Ausstellungen. Mit Spannung wird das Gastspiel der Moskauer Helikon-Opera, am 16.11., erwartet, eine der ersten Adressen für innovatives Musiktheater in Russland. Unter der Leitung von Gennady Rozhdestvensky zeigt das Ensemble seine Inszenierung von Janáčeks „Die Sache Makropulos“, nach der Komödie von Karel Capek, die man in Brno auch im Original als Theateraufführung sehen kann.
Das absurd-komische Werk „Die Ausflüge des Herrn Broucek auf den Mond“ kommt in seiner Originalfassung von 1917 als späte Uraufführung, am 17.11., heraus, das Frühwerk „Sarka“ ist ebenfalls erstmalig, ab 26.11., in der Urform von 1887 zu erleben. Der weltberühmte Choreograf Jirí Kylián kreiert eine neue Fassung zum dritten Satz der „Sinfonietta“, Janáčeks bekanntestem Instrumentalwerk, für die Visualisierung der anderen Sätze wurde ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben. Am 23.11. zeigt das Prager Nationaltheater seine neueste Produktion, die gefeierte Sicht des texanischen Multikünstlers Robert Wilson auf Janáčeks „Katja Kabanowá“.
In den unterschiedlichen Konzerten erklingt Janáčeks Musik im Kontext seiner Zeitgenossen und „Verwandten“ wie etwa Schönberg und Berg, zudem spürt man den Korrespondenzen mit den Einflüssen des Expressionismus nach. Mit Dietrich Hilsdorfs Inszenierung der Oper „Lulu“ von Alban Berg gastiert am 27.11. das Aalto Theater aus Essen, Dirigent ist Stefan Soltesz.
Für ausländische Besucher bietet die Festivaldirektion ein Dauerticket für 115,00 €, mit dem man alle Veranstaltungen besuchen kann, die Hotels bieten besondere Rabatte.
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