Eröffnung der Elbphilharmonie offenbar auf 2012 verschoben
Das will der Radiosender aus Verhandlungskreisen erfahren haben. Die Kulturbehörde der Hansestadt wollte sich am Dienstag auf ddp-Anfrage nicht dazu äußern. Eine Sprecherin verwies jedoch auf jüngste Aussagen von Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos), wonach das Vorhaben lediglich viereinhalb Monate in Verzug sei. Das sei der Stand der Dinge, betonte die Sprecherin.
Ursprünglich sollte das prestigeträchtige Konzerthaus 2010 eröffnet werden. Im Sommer war die Einweihung auf 2011 verschoben worden. Kürzlich wurde zudem bekannt, dass sich die Kosten um weitere 100 Millionen Euro auf dann rund 340 Millionen Euro erhöhen.
Einer der Hauptgründe für die erneute Verschiebung der Eröffnung ist laut NDR 90,3 die vakante Position des Projektkoordinators für die Elbphilharmonie. Demnach werde Heribert Leutner, designierter Chef der Realisierungsgesellschaft ReGe, seinen Posten offenbar frühestens im Dezember antreten können. Bis dahin lägen die Verhandlungen mit dem Investor Hochtief auf Eis. Die Stadt und der Baukonzern streiten darüber, wer die Mehrkosten für die Elbphilharmonie trägt.
Der Generalintendant der Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter, bezeichnete den Bericht auf ddp-Anfrage als «Kaffeesatzleserei». Die Verhandlungen zwischen der Stadt und Hochtief liefen «auf Hochtouren". Die Probleme um das Prestigeprojekt sind laut Lieben-Seutter zwar «mannigfaltig». Dennoch habe er nach wie vor Spaß an der «Herausforderung Elbphilharmonie». Sollte sich die Eröffnung allerdings um weitere Jahre verzögern, wolle er sich Gedanken über seine Zukunft machen, betonte er.
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