Festspielchefin Wagner hält trotz Stasi-Vorwürfen an Festspiel-Sprecher fest
Für die Festspielleitung sei entscheidend gewesen, ob Emmerichs mutmaßliche Stasi-Mitarbeit mit den Festspielen in Verbindung gestanden habe. Darauf habe sie aber bei der Durchsicht der Unterlagen keinen Hinweis gefunden. Sie habe erst am Dienstag von dem Aktenfund eines Journalisten erfahren und auch frühere Gerüchte über eine mögliche Stasi-Tätigkeit des Sprechers seien ihr nie zu Ohren gekommen, sagte Wagner.
Zu der Frage einer möglichen weiteren Aufarbeitung sagte die Festspielleiterin weiter: «Soweit die Akteneinsicht da ist, kann ich sagen, es hat wirklich keinerlei Verbindung zu den Festspielen, damit ist für mich der Fall geklärt.» Die vorliegenden Stasi-Unterlagen müssten zunächst auf ihre Echtheit geprüft werden, sollte das Thema im Stiftungsrat noch weiter eine Rolle spielen.
Medienberichten zufolge war Peter Emmerich Ende der 1970er Jahre für einige Jahre Inoffizieller Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit.
1989 hatte ihn der damalige Festspielleiter Wolfgang Wagner einige Monate vor der Wende aus Dresden zu den Festspielen geholt.
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Stasi
Hmm, die Begründung “seine Stasitätigkeit hatte nichts mit den Festspielen zu tun” scheint mir doch ein wenig erbärmlich. Um ein überspitztes Beispiel zu nehmen - wenn ich einen ehemaligen Naziverbrecher in meiner Metzgerei beschäftige, kann ich ihn doch auch nicht vor Verfolgung schützen indem ich sage: “Er hat aber immer gute Würste gemacht und hat in unserer Metzgerei noch niemanden umgebracht”.
Viel wichtiger wäre, dass Emmerich das Ausmaß seiner Stasiarbeit selber offenlegt, die ja nach wie vor mutmaßlich ist - Katharina Wagner sollte besser dazu schweigen im Moment…
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