Hancock bis Wildbirds: Jazzfest Berlin 2008

04.11.08 -
Der schwedische Posaunist Nils Landgren lädt als neuer künstlerischer Leiter zum JazzFest Berlin ’08. Bereits 2001 hatte Landgren das Festival mit großem Erfolg geleitet und wird nun die kommenden drei Ausgaben programmatisch prägen.
04.11.2008 - Von nmz-red/Regensburg, KIZ

„Die Künstler durch ihre Musik sprechen lassen“ das ist sein Thema für dieses Jahr. So werden vom 5. bis 9. November Musiker unterschiedlichster Stilrichtungen zu erleben sein: Jazzgrößen und Newcomer, Künstler auf bewährten und auf experimentellen Wegen, aus den USA, aus Schweden, dem „alten Europa“ überhaupt und der Berliner Jazzszene – ein reiches Programm mit 25 Konzerten, voll Abwechslung, aber auch voll vielschichtiger Bezüge, präsentiert im Haus der Berliner Festspiele, im Konzertsaal der UdK an der Bundesallee, im Quasimodo und A-Trane.

Posaunenlastig gibt sich das in New Orleans beheimatete Bläserseptett Bonerama, das Rockklassiker in die Welt des Jazz schmettert. Und nicht nur diese Formation zeigt die fast unverschämt persönliche Note im Programm des Festivalleiters Landgren: als musikalische Highlights aus Schweden werden das immer beeindruckende Trio von Bobo Stenson, die hierzulande bisher schmählich überhörte Sängerin Lina Nyberg und das überwältigend extravagante Duo Wildbirds & Peacedrums erwartet.

Junger Jazz aus Berlin und Grenzüberschreitendes definiert die Arbeiten der Bassistin Eva Kruse – sie bespielt gemeinsam mit dem Arne Jansen Trio, Firomanum und Soap das A-Trane. Nach Aufhebung der Grenze zwischen Jazz und Klassik suchen Daniel Glatzel und sein 20-köpfiges Andromeda Mega Express Orchestra aus Berlin. Ebenfalls als Grenzgänger sind geladen: der Akkordeonvirtuose Richard Galliano, der Saxofonist Alan Skidmore, das Avishai Cohen Trio aus Israel und Vince Mendoza mit einem WDR Auftragswerk „Blauklang“.

Für einen Kristallisationspunkt im Programm sorgt die Altsax-Legende Hank Crawford: Maceo Parker bezieht sich in einem Konzert mit der WDR Big Band Köln zu Ehren von Ray Charles ebenso auf ihn wie David Sanborn, der sich den letzten bereits ausverkauften Abend des JazzFest Berlin ’08 im Haus der Berliner Festspiele mit Herbie Hancocks hochkarätig besetztem Quintet teilt. Ronnie Cubers wohliges Bariton, die Headhunters und der Klangfarbenkönig Bennie Maupin runden den ersten Landgren-Jahrgang ab. Välkommen!

Weitere Infos unter www.jazzfest-berlin.de oder 030/254 89 100.

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