Jazz-Festival Moers bangt um seine Existenz [update, 29.2.]

26.02.16 -
Moers - Das renommierte Jazz-Festival Moers bangt zum zweiten Mal in knapp vier Jahren um seine Existenz. Nach Angaben der städtischen Moers Kultur GmbH schloss das Festival 2015 mit einem Defizit von 300 000 Euro ab. «Wir sind in einer schwierigen finanziellen Schieflage», sagte der Geschäftsführer der Gesellschaft, Dirk Hohensträter, am Freitag.
26.02.2016 - Von dpa, KIZ

Am Montag wollen die Stadt, die städtische Tochter Moers Kultur GmbH und das Jazz Festival weitere Einzelheiten mitteilen.

Der künstlerische Leiter Reiner Michalke schloss eine komplette Absage des Festivals, das über Pfingsten (13.-16. Mai) geplant ist, nicht aus. In einer schriftlichen Stellungnahme äußerte er sich überrascht: Nach der Zusicherung des Bundes, das Festival für drei Jahre mit jährlich 150 000 Euro zu unterstützen, sei er von einer wirtschaftlichen Konsolidierung für die nächsten Jahre ausgegangen.

Die Existenz des Festivals hatte 2012 schon einmal auf der Kippe gestanden, nachdem die Stadt auf ihrem Sparkurs 40 Prozent der Zuschüsse gestrichen hatte. Dann wurden nach früheren Angaben Kosten bei der Infrastruktur eingespart, indem die Veranstaltung vom Freizeitpark in eine Halle verlegt wurde.

 

[update, 29.2.]

Moers will für Defizit aufkommen

Moers (dpa/lnw) - Die Stadt Moers sieht eine einzige Chance, ihr renommiertes Jazz-Festival am Pfingstwochenende trotz finanzieller Schwierigkeiten zu retten. Die Kommune will für die prognostizierten Verluste des Festivals 2015 und 2016 in Höhe von 420 000 Euro geradestehen - und zwar mit einer Sicherheitsbürgschaft, sagte der Geschäftsführer der Moers Kultur GmbH, Dirk Hohensträter, am Montag. Da die Kommune aber über den Stärkungspakt des Landes Nordrhein-Westfalen ihren Haushalt saniert, müsse die Bezirksregierung grünes Licht dafür geben. Die Stadt will demnach alles tun, um das Festival über 2016 hinaus fortzusetzen.

Die Sicherheitsbürgschaft sei notwendig, um eine drohende Überschuldung der Moers Kultur GmbH abzuwenden, sagte Kämmerer Wolfgang Thoenes. Eine Absage des Festivals 2016 wäre sogar teurer als die Durchführung. Eine Zustimmung der Bezirksregierung werde aber wahrscheinlich an Bedingungen geknüpft sein.

Die Existenz des Festivals hatte 2012 schon einmal auf der Kippe gestanden, nachdem die Stadt auf ihrem Sparkurs 40 Prozent der Zuschüsse gestrichen hatte. Um Kosten zu sparen, war das Festival vom Freizeitpark in eine Halle gezogen. 

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese von Menschen zu lösende Aufgabe ist zur Vermeidung von Spam-Inhalten leider notwendig.
Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.

Ähnliche Artikel