Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart verliehen

07.02.09 -
Der 53. Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart (2008) wurden an die in Dresden lebende Komponistin Thuon Burtevitz für ihr Werk "Rabba in Sard...." für Violine und präpariertes Klavier und an Michael Maierhof aus Hamburg für sein Werk "Zonen 2" für Flöte, Klarinette, Violine, Cello, Flügel und Perkussion verliehen. Beide erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 6000 Euro. Das Ensemble Ascolta führte die ausgezeichneten Werke im Rahmen des Festivals Eclat auf.
07.02.2009

In ihrer Laudatio lobte die Komponistin Adriana Hölszky die „subtile Klangwelt“ von „Rabba in Sard….“ und die „Affinität von Körperlichkeit und Klang“ in „Zonen 2“. Die Stuttgarter Kulturamtsleiterin Susanne Laugwitz-Aulbach hob die „Kontinuität des Preises“ hervor, der 2010 zum 55. Mal verliehen wird.
Stuttgart schreibt den Kompositionspreis seit 1955 jährlich aus. Ziel des Wettbewerbs ist es, Komponistinnen und Komponisten zu fördern und ihnen und der zeitgenössischen Musik den Weg ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu ebnen. Der Kompositionspreis ist mit insgesamt 12 000 Euro dotiert. Der Preis kann in maximal zwei Teilen vergeben werden.

Um den 53. Kompositionspreis 2008 hatten sich 14 Komponistinnen und 74 Komponisten mit insgesamt 168 Werken beworben. Da die Aufführungen beträchtliche Vorbereitung erfordern, wird der Preis jeweils erst im Folgejahr überreicht.

Mitglied der Jury waren Hans-Peter Jahn als Vertreter des SWR, Caspar Johannes Walter als Vertreter der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, Martin Fahlenbock als Vertreter des Ensemble Recherche, der Komponist Nicolaus A. Huber, die Komponistin Iris ter Schiphorst, Gabriel Feltz, Generalmusikdirektor der Landeshauptstadt Stuttgart, die Komponistin Adriana Hölszky, der Komponist und Musikwissenschaftler Claus Steffen Mahnkopf sowie der ehemalige Leiter des Kulturamts, Wolfgang Ostberg.

Zu den Preisträgern:
Thuon Burtevitz wurde 1973 in Halle/Saale geboren. Sie studierte Philosophie und anschließend Komposition an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden bei Jörg Herchet. Sie besuchte Meisterkurse bei Paul Heinz Dittrich sowie am Mozarteum Salzburg. Im Anschluss studierte sie bis 2003 bei Dimitri Terzakis in Leipzig und befasste sich 2000/2001 zudem mit Elektronischer Musik. Seit 2003 arbeitet sie als freie Komponistin in Dresden. Ihre Werke werden national und international aufgeführt. Thuon Burtevitz erhielt verschiedene Stipendien des Freistaats Sachsen sowie der Mozartstiftung Frankfurt am Main.

Michael Maierhof wurde 1956 geboren. Er studierte Musik und Mathematik für das Lehramt in Kassel sowie Philosophie und Kunstgeschichte in Hamburg. Er hielt Vorträge über seine Musik am Trinity-College in Dublin, an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, am Mozarteum Salzburg, am California Arts Institute in Los Angeles, am Centre for Contemporary Music in Dublin und dem Central Conservatory of Music in Beijing in China. Seit 2004 ist er Cellist beim Improvisationstrio "Nordzucker". Maierhof ist Mitbegründer des Verbands für aktuelle Musik Hamburg. 1988 entstanden seine ersten Kompositionen. Seit 1990 liegt der Schwerpunkt seines Komponierens bei der raumbezogenen Musik für Ensembles unterschiedlicher Besetzungen, der Entwicklung einer Präparations- und Untertontechnik für Streichinstrumente sowie bei Forschungen über das Kreisen auf Untergründen. Seine Kompositionen werden national und international aufgeführt.

 

das sind mal wieder

das sind mal wieder tolle lebensläufe:

Ihre Werke werden national und international aufgeführt.

Seine Kompositionen werden national und international aufgeführt.

womöglich werden die werke der beiden tonerfinder sogar noch im “ausland” in berlin (ein konzertsaal für experimentelle musik) aufgeführt.

im ernst: gibt es noch nichtssagendere sätze als dieses inland-ausland-gefasel? musikerlebenslaufjargon wäre mal ein thema für den bad boy…


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