Konwitschnys Hamburger Lohengrin-Inszenierung kommt nach Leipzig
Nicht ins mittelalterliche Brabant, sondern in ein Klassenzimmer der wilhelminischen Zeit verlegten Regisseur Peter Konwitschny und Bühnen- und Kostümbildner Helmut Brade in ihrer berühmt gewordenen Hamburger Inszenierung die Handlung von Wagners Oper „Lohengrin“.
Im Klassenzimmer, der Welt der Gymnasiasten, sind Utopien noch glaubhaft und die Jugendlichen sind bereit, ihre Idole schnell zu wechseln. „Wir haben es hier mit unreifen Menschen zu tun, die große Sehnsucht nach etwas haben, aber nicht wissen, wie sie das leben sollen. Die Jugendlichen erleben die erste Liebe, phantasieren über die Zukunft, und der einzige Erwachsene, Lohengrin, sehnt sich, nachdem er Verantwortung übernommen hat, in die Kindheit zurück.“ (Peter Konwitschny)
Zwei Zusatzveranstaltungen setzen sich darüber hinaus mit Peter Konwitschnys Sichtweise auseinander:
Samstag, 19. Dezember 2009: Podiumsgespräch „Lohengrin“ mit Peter Konwitschny, Prof. Dr. Clemens Risi (Freie Universität Berlin) und weiteren Gästen. 11 Uhr, Konzertfoyer I Der Eintritt ist frei.
Samstag, 23. Januar 2010: „Oper durchdacht: Lohengrin“ Musikdramaturg Volker Wacker (Hamburg) erläutert anschaulich die Inszenierung anhand von Musik- und Textanalysen mit Tonbeispielen. Opernhaus, 11 Uhr – 17 Uhr I Eintritt 15,- / erm. 7,- €
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