Kulturrat: Games beeinflussen künstlerische Darstellungsformen
Die hohe Erzählgeschwindigkeit von Games sei bereits in Filmen, aber auch in Bühneninszenierungen wiederzufinden. Dies bedeute nicht den «Untergang der Kultur», betonte Zimmermann. Ihm zufolge sind Games «Teil der Hochkultur für Jüngere». «In 15 Jahren gehen diejenigen in die Oper, die jetzt Computer spielen.» Die Oper müsse Inszenierungen an diese Bildwelt anpassen. «Es ist wichtig, den Anschluss an die folgende Generation zu behalten.»
Games wichtiger Berufszweig für Regisseure und Komponisten
Der Kulturrats-Geschäftsführer betonte: «Die künstlerischen Bereiche durchdringen sich immer stärker, die klaren Grenzen verschwinden.» Künftig werde es zum Beispiel sicher möglich sein, in Filmen spielen und mitbestimmen zu können. Auch die technischen Möglichkeiten veränderten die Mediennutzung.
Für Regisseure und Komponisten seien Computerspiele inzwischen ein wichtiges Berufsfeld geworden, sagte Zimmermann. Die Hersteller von Games «suchen dringend Leute - es gibt zu wenige, die das machen».
Zimmermann erinnerte daran, dass vor rund drei Jahren noch eine heftige Debatte darüber geführt worden sei, ob Computerspiele zum Kulturbereich gehörten oder nicht. Heute sage dagegen jeder: «Klar.» Mit Blick auf die immer wieder aufflammende Debatte um Gewaltspiele sagte der Experte, jede Mediennutzung habe Risiken. Dies sei jedoch «ein Medien-, kein Computerspieleproblem».
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