Leipziger Museum ersteigert Mendelssohn-Handschriften
Es handelt sich unter anderem um drei Entwürfe von Schreiben an die damaligen Stadtoberen, in denen er auf die Umstände der Leipziger Orchestermusiker eingeht und deren finanzielle Situation schildert. Die Entwürfe seien von großer Bedeutung, weil die Endfassung des Schreibens zwar den Rat der Stadt erreicht hat, aber als verschollen gelte, sagte die Sprecherin.
Die Musikhochschule erwarb den Entwurf einer Petition des Komponisten an König Friedrich August II. von Sachsen vom April 1840. Die eng beschriebene 11-seitige Handschrift wurde persönlich von Rektor Prof. Robert Ehrlich bei Sotheby’s in London für 22.000,00 Euro ersteigert und am Mittwoch, dem 23.06.2010, ins Archiv der HMT gebracht, wo es nun der Forschung zugänglich gemacht wird. Der Kauf wurde mit Unterstützung vieler großzügiger Spenden, u. a. der Sparkasse Leipzig, der Leipziger Stadtbau AG, Aengevelt Immobilien und der Kulturstiftung der Länder, möglich gemacht.
„Ich bin überglücklich, die ,Geburtsurkunde‘ der HMT zurück nach Leipzig geholt zu haben“, so Rektor Ehrlich: „Dieses Dokument enthält enorm viele Details, die nun wissenschaftlich ausgewertet werden. Ich verspreche mir eine Vertiefung unseres Verständnisses, wie und warum Mendelssohn die Gründung der ersten deutschen Musikhochschule in Leipzig erreicht hat.“
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