Maazel zeigt vor Amtsantritt Präsenz bei Münchner Philharmonikern
«Man muss ja mit dem Orchester zurechtkommen, am besten indem man zusammen musiziert.» In der kommenden Saison gibt das Renommierorchester der bayerischen Landeshauptstadt 68 Abonnementkonzerte mit 30 verschiedenen Programmen sowie neun Sonderkonzerte.
Der weltbekannte Maestro, Nachfolger des derzeitigen Generalmusikdirektors (GMD) Christian Thielemann, wird nicht nur das Eröffnungskonzert der Saison am 15. September leiten, sondern auch das erste Jugendkonzert. Bei seinen Auftritten mit den Münchner Philharmonikern stehen unter anderem Alexander Skrjabins «Le Poème de l’Extase», Johannes Brahms’ «Deutsches Requiem», Anton Bruckners 3. Symphonie sowie Claude Debussys «La Mer» auf dem Programm.
Prominent im Programm der nächsten Saison vertreten ist auch Zubin Mehta, der Ehrendirigent der Münchner Philharmoniker. Er vervollständigt mit Gustav Mahlers «Lied von der Erde» den seit dieser Spielzeit laufenden Mahler-Zyklus, interpretiert zusammen mit dem chinesischen Pianisten Lang Lang Ludwig van Beethovens 3. Klavierkonzert und gedenkt mit einer Aufführung von Bruckners monumentaler 8. Symphonie des 100. Geburtstags von Sergiu Celibidache. Der rumänische Dirigent stand von 1979 bis zu seinem Tod 1996 an der Spitze der Münchner Philharmoniker und wurde vor allem mit seinen legendären Bruckner-Konzerten zum Fixpunkt von Musikfreunden aus aller Welt.
Thielemann nicht mehr im Programm
Als weiteren Höhepunkt der Saison 2011/2012 kündigte Philharmoniker-Intendant Paul Müller einen Zyklus mit sechs Symphonien von Dmitrij Schostakowitsch unter Leitung der russischen Dirigentenlegende Valery Gergiev an. Ebenfalls am Pult der Philharmoniker werden der Ungar Ivan Fischer sowie Kent Nagano, Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, erwartet. Der Pianist Rudolf Buchbinder wird zwei Abende mit Klavierkonzerten von Wolfgang Amadeus Mozart gestalten.
Der Name von Christian Thielemann taucht im neuen Programm nicht mehr auf. Er hatte nach einem Streit um künstlerische Kompetenzen seinen Vertrag als Münchner GMD nicht mehr verlängert und wechselt kommendes Jahr zur Sächsischen Staatskapelle nach Dresden. Das Orchester sei mit sich im Reinen und freue sich auf die Zusammenarbeit mit Maazel, sagte Stephan Haack, Mitglied des Orchestervorstandes.
Bis zu Thielemanns Abschied aus München wird das Orchester allerdings noch fast 30 Mal zusammen mit dem scheidenden Maestro auftreten. Jüngst interpretierte er mit den Philharmonikern einen von der Kritik hochgelobten Brahms-Zyklus im Festspielhaus Baden-Baden. Die beiden letzten Konzerte mit Thielemann und den Münchnern finden am 31. Mai und 1. Juni in Wien statt. Bei einem von ihnen steht Bruckners 5. Symphonie auf dem Programm, das gleiche Werk, mit dem der Berliner Maestro sein Münchner Engagement vor sieben Jahren triumphal begonnen hatte.
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