Musikalische Solidarität mit Japan - Münchner Spitzenorchester musizieren erstmals gemeinsam
Mehta stellte der großen Chorsymphonie noch das getragene «Air» aus Johann Sebastian Bachs 3. Orchestersuite voran. Das seit langem ausverkaufte Benefizkonzert wurde live vom Bayerischen Rundfunk auf BR-Klassik übertragen.
In einer kurzen Ansprache erinnerte Mehta an die Naturkatastrophe vom 11. März in Japan und würdigte die Opfer des Erdbebens und des nachfolgenden Tsunami, bei dem Tausende von Menschen zu Tode kamen und ganze Landstriche verwüstet wurden. Er sei zum Zeitpunkt des gewaltigen Bebens selbst zu einem Gastspiel in Japan gewesen. «Die innere Ruhe und Disziplin dieses Volkes war nur zu bewundern.» Anschließend erhob sich das Publikum in der ausverkauften Philharmonie im Münchner Gasteig-Kulturzentrum zu einer Schweigeminute von den Plätzen.
Zubin Mehta ist Ehrendirigent der Münchner Philharmoniker sowie Gastdirigent beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und war von 1998 bis 2006 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Der in Indien geborene Künstler verzichtete für seinen Auftritt ebenso auf eine Gage wie die Solisten des Abends, die Sänger Anja Kampe (Sopran), Lioba Braun (Alt), Klaus Florian Vogt (Tenor) und Michael Volle (Bass) sowie alle Orchestermusiker und Chormitglieder. Der Erlös des Konzerts soll in voller Höhe dem Japanischen Roten Kreuz zu Gute kommen.
Das Orchester setzte sich aus Mitgliedern der Münchner Philharmoniker, des Bayerischen Staatsorchesters und des BR-Symphonieorchesters zusammen. Im Chor wirkten Sänger des BR-Rundunkchores, des Staatsopernchores sowie des Philharmonischen Chores München mit. Die Ensembles waren häufig zu Konzertreisen und Gastspielen in Japan.
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