Präsident des Goethe-Instituts kritisiert geplante Sparmaßnahmen

26.05.10 -
Mainz - Der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, fürchtet angesichts geplanter Sparmaßnahmen des Auswärtigen Amtes für Goethe-Institute um die Glaubwürdigkeit deutscher Kulturinstitute im Ausland. «Mit unserer finanziellen Eigenverantwortung in der Ausgabenpolitik soll eine wichtige Errungenschaft angegriffen werden», sagte Lehmann am Mittwoch im 3sat-Magazin «Kulturzeit».
26.05.2010 - Von Agentur ddp, KIZ

Kultur sei kein dekoratives Element, sondern mache menschliches Zusammenleben aus, sagte Lehmann. In einigen Ländern hätten die Goethe-Institute zivilgesellschaftliche Positionen errungen, die durch Einsparungen wegfallen würden.

Die Institute würden angesichts der Finanzkrise sicherlich Federn lassen müssen und die eine oder andere Struktur überdenken, räumte Lehmann ein. Deutschland sei jedoch darauf angewiesen, ein Deutschlandbild zu vermitteln, das auch die Vielfältigkeit des Landes zeige. «Wenn wir jetzt wieder zurückschrauben, dann verlieren wir genau diese Glaubwürdigkeit, die Kultur braucht.»

Wegen der Sparmaßnahmen der Bundesregierung muss das Auswärtige Amt in der auswärtigen Kulturpolitik Einsparungen von 30 Millionen Euro vornehmen. Dem Goethe-Institut soll aus dem laufenden Budget ein Drittel dieser Summe gestrichen werden.
  

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