Staatsoperetten-Intendant ist Mitglied der Akademie der Künste
Der 58 Jahre alte Schaller ist studierter Opernregisseur. Über die Stationen Rostock und Senftenberg kam er 1982 nach Dresden und wirkte dort unter anderem als Chefdisponent an der Semperoper. Ab 1994 leitete er als Intendant das Theater in Görlitz, ab 1999 das Theater Würzburg.
Schaller sieht in der Berufung eine Würdigung seiner Tätigkeit in Sachsen. Gerade in Dresden ist seine in der breiten Öffentlichkeit anerkannte Tätigkeit, durch das Ringen um künstlerische Qualität und die Anerkennung der Operette als bedeutsame Gattung, ein herausragendes Merkmal der mitteldeutschen Kulturlandschaft. "Aus diesem Grunde", so Wolfgang Schaller, "möchte ich die Ehre der Berufung in die Akademie meinem wunderbaren und aufopferungsvollen Ensemble und dem Team, das gemeinsam mit mir für die immer wieder aufs Neue bescheinigte Steigerung von Qualität und die deutlich gestiegene regionale wie überregionaler Aufmerksamkeit streitet, widmen."
Das Ensemble der in Dresden-Leuben angesiedelten und durch Baumängel stark beeinflussten Staatsoperette bemüht sich seit Jahren um einen zentralen Standort des Hauses im Dresdener Zentrum. Bislang scheiterte das Vorhaben an den Kosten. Eines von mehreren aktuellen Konzepten sieht gemeinsame Bühnen mit dem ebenfalls sanierungsbedürftigen Theater Junge Generation im Kraftwerk Mitte in der Innenstadt vor. Die Kosten dafür liegen zwischen 80 und 90 Millionen Euro. Im Herbst befasst sich, wie bereits mehrfach in den vergangenen Jahren, der Stadtrat mit einem möglichen Umzug.
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