Theater Erfurt muss mit 700 000 Euro weniger auskommen
Generalintendant Guy Montavon versicherte, das Theater werde "sein Möglichstes tun, um an der Personalstruktur nichts zu ändern". Eine Erhöhung der Eintrittspreise sei nicht ausgeschlossen.
Mit rund 2,55 Millionen Euro konnten die Einnahmen laut Schott im vergangenen Jahr um rund 300 000 Euro gesteigert werden. Mit rund 172 000 Besuchern habe das Theater Erfurt die "bisher erfolgreichste Saison" erlebt. Es seien 29 000 Besucher mehr als 2008 gekommen, sagte Schott. Mit 566 Veranstaltungen und einer Auslastung von rund 75 Prozent habe man ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Am erfolgreichsten seien die "Zauberflöte", die Sinfoniekonzerte und das Kindertheater des Domstufenfests gewesen.
Das Theater Erfurt setzt auch in der Spielzeit 2010/11 weiter auf Koproduktionen. Montavon kündigte bei der Vorstellung des neuen Spielplans an, dass es erstmals eine gemeinsame Produktion mit dem Erfurter Theater Waidspeicher geben werde. Gezeigt werde dabei die Oper "König Arthus" von Henry Purcell (1659-1695). Von den 21 Premieren der kommenden Spielzeit entstehe eine mit dem Theater Sao Carlo in Lissabon, eine mit dem Theater Bremen und eine mit der Lettischen Nationaloper Riga. Für künftige Produktionen stehe man bereits in Verhandlungen mit Partnern in Antwerpen und Südafrika, sagte Montavon.
Ein besonderer "Hit" der neuen Spielzeit, die unter dem Motto "Liebesketten" steht, sei die Inszenierung "Die Fledermaus" von Johann Strauß unter der Leitung von Katharina Thalbach, sagte Montavon. Auch die Erfurter Erstaufführung von Alban Bergs "Lulu" zähle zu den Besonderheiten. Mit der Premiere von Mozarts "Idomeneo" wolle man ein eher seltenes Stück des Komponisten auf die Bühne bringen.
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