Thielemanns Opern-Debüt bei Salzburger Festspielen: Strauss-Oper „Die Frau ohne Schatten“ bejubelt
Die mehr als dreistündige Oper «Die Frau ohne Schatten» mit einem Libretto von Hugo von Hofmannsthal gilt als Hauptwerk des Komponisten Richard Strauss. Thielemann entlockte den Wiener Philharmonikern das ganze, überbordende Farbenspektrum von Strauss’ Komposition, von schmachtenden lyrischen Passagen, die zuweilen an
Claude Debussy erinnerten, bis zu massiven Orchesterausbrüchen im Stile Richard Wagners.
Auch Sänger gefeiert
Auch dem 22-köpfigen Sängerteam gelang es fast durchweg, die hochgesteckten Erwartungen an die erste Neuproduktion der Salzburger Festspiele 2011 zu erfüllen. Jubelstürme gab es vor allem für die stimmstarke Evelyn Herlitzius als Färbersfrau. Auch Michaela Schuster als Amme, Wolfgang Koch als Barak und Stephen Gould als Kaiser wurden vom Publikum begeistert gefeiert. Nur Anne Schwanewilms als Kaiserin erlitt einen kurzzeitigen Stimmabbruch.
Neben viel Beifall mussten Regisseur Christof Loy und Bühnenbildner Johannes Leiacker auch zahlreiche Buhrufe hinnehmen. Er hatte den kunstvoll verästelten Märchenstoff tiefenpsychologisch gedeutet und ins Innere der handelnden Figuren verlegt. Ein Kunstgriff, der ohne die erklärenden Hinweise im Programmheft kaum verständlich war. Den Rahmen in Form eines «Theaters auf dem Theater» bildete eine Schallplattenaufnahme der «Frau ohne Schatten» in den Wiener Sofiensälen, etwa zur Zeit der Uraufführung der Oper im Jahre 1919.
Eine ausführliche online-Rezension lesen Sie hier ab 2. August.
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