Traumwelten hinter Wolken: UA der Oper „Die andere Seite“ von Michael Obst in Würzburg

10.08.10 -
„Das Leben ist ein Traum! Nichts scheint mir zutreffender als dieses altbekannte Gleichnis“, schrieb der Künstler Alfred Kubin 1922. Dessen fantastischen Roman „Die andere Seite“ von 1909 hat nun Michael Obst, Komponist und Professor an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, vertont: Seine gleichnamige Oper wird am 25. September am Mainfranken Theater in Würzburg uraufgeführt.
10.08.2010 - Von PM, KIZ

Bereits am 19. September lädt das Theater zu einer Einführungsmatinee, am 25. September im Vorfeld der Premiere außerdem zu einer Tagung über die Oper, die nach der Premiere bis Dezember 2010 noch siebenmal gezeigt wird.

Regie führt in Würzburg Stephan Suschke, die Bühne entwirft Momme Röhrbein, die Kostüme stammen von Hella Bünte. Für Videoinstallationen zeichnet Christian Bohnawitz verantwortlich. Am Pult des Philharmonischen Orchesters Würzburg steht GMD Jonathan Seers. Im Libretto von Hermann Schneider handelt „Die andere Seite“ von der ewig im Dämmerlicht liegenden Kleinstadt „Perle“, die durch einen Wolkenvorhang von der Außenwelt isoliert ist und in einem kafkaesken Szenario auf ihren eigenen Untergang zusteuert.

Die phantastisch-entrückte Atmosphäre zwischen Traum und Realität setzt Michael Obst musikalisch ausdrucksstark um: „Im weitesten Sinne handelt es sich um eine expressionistische Musik, deren Strukturen auf Analysen der menschlichen Sprache basieren und damit direkt auf herausragende Textpassagen des Romans verweisen. Die Einbeziehung elektroakustischer Musik unterstützt und erweitert das klangliche Material“, so der Komponist. „Die Sänger werden weitgehend im traditionellen Gesangstil eingesetzt, wobei die melodischen Grundstrukturen sich auf Musik aus Armenien stützen.“ Zufrieden zeigt sich Michael Obst mit dem Uraufführungsort: „Würzburg hat ein schönes Theater und ein sehr engagiertes Team. Ich habe den Eindruck, dass die besonderen Anforderungen einer Uraufführung alle Aktivitäten dort besonders bündeln. Der Generalmusikdirektor Jonathan Seers ist außerdem erfahren in Neuer Musik.“

Michael Obst studierte Schulmusik und Klavier, außerdem Komposition im Studio für elektronische Musik der Hochschule für Musik Köln. Obst war Pianist des Ensemble Modern und arbeitete als Interpret mit dem Komponisten Karlheinz Stockhausen. Er komponierte elektronische Musik, vokal- und kammermusikalische Werke sowie Bühnen- und Filmmusik. Seine Science-Fiction-Oper „Solaris“ wurde 1996 in München uraufgeführt, 1999 folgte die Premiere seiner Oper „Caroline“ in Weimar. Seit 1997 ist Michael Obst Professor für Komposition an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.

Die andere Seite

Diese Oper war eine Zumutung. Hätte es eine Pause gegeben, wäre das Theater anschließend sicher leer gewesen. Das Schlimmste was ich je gehört und gesehen habe. Der Autor, nach entsprechender Kind-und Jugendzeit, ein Psychopath. Habe Verständnis für sein Buch, aber muß man das auf die Bühne bringen, muß man das Vertonen????


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