Über 83.000 Unterschriften fordern Reformierung der GEMA
Nicht die Abschaffung der Gesellschaft sei Ziel der Petition, um den Schutz geistigen Eigentums auch weiterhin gewährleisten zu können. Vielmehr müssten die "Gema-Gesetze" einer Reform unterzogen werden, um die für Mitglieder vorgeblich existenzgefährdenden Bedingungen zu ändern.
Die komplexen Gema-Regeln sind nach Ansicht der Unterzeichner der Petition zu überarbeiten, um die Gebührenstruktur von zu hohen Kosten aufseiten der Veranstalter sowie zu niedrigen Tantiemen aufseiten der Musiker gerechter zu gestalten. In beiden Fällen würden die Bedingungen die Existenzen der Betroffenen gefährden. Dadurch sei die bundesweite Live-Kultur bedroht, weshalb sich die Verwertungsgesellschaft den Vorwurf der"Kultur-Vernichtung" gefallen lassen müsse. Auf Anfrage von pressetext war vonseiten der Gema bis Redaktionsschluss dieser Meldung keine Stellungnahme zu erhalten. Besonders in Hinblick auf die gescholtenen Kleinveranstalter habe die Gesellschaft jedoch Handlungsbedarf erkannt, ließ die Gema wissen.
"In Hinblick auf die Berechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter, die Tantiemenberechnung für Mitglieder, die Vereinfachung der Geschäftsbedingungen, Transparenz und Änderung der Inkasso-Modalitäten" sehen Musikschaffende und Veranstalter Reformbedarf. Sowohl die Mitglieder der Gema als auch jene anderer Verwertungsgesellschaften sollten "zu ihrem Recht kommen". Derzeit würden die Regeln weder ihnen noch der Musik im Allgemeinen gerecht. Angesichts der zu hohen Gebühren sähen besonders Kleinveranstalter immer häufiger von Konzertveranstaltungen ab. Dies beeinflusse in erster Linie Musiker, die wegen weniger Auftrittsmöglichkeiten zu geringe Tantiemeneinnahmen verzeichnen, um überleben zu können. Angesichts illegaler Musik-Downloads sind die Einkünfte von Musikschaffenden ohnehin eingebrochen. Gagen und Tantiemen aus Live-Konzerten stellen somit in den meisten Fällen die einzige Einnahmequelle von Künstlern dar.
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