Wowereit: Tacheles als Kunstort erhalten
Hintergrund der Auseinandersetzungen ist die Insolvenz einer Tochtergesellschaft der Fundus-Gruppe, der das Gelände gehörte. Fundus wollte dort ursprünglich rund um das denkmalgeschützte Tacheles Wohn- und Geschäftshäuser bauen. Die mehrheitlich den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehörende HSH Nordbank als Hauptgläubigerin will jetzt das Areal verkaufen und strebt eine Zwangsversteigerung des Tacheles an.
Der Berliner Senat habe an Hamburgs Ersten Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und die Bank appelliert, das Kunsthaus zu erhalten, sagte Wowereit. Er habe aber von beiden Seiten Absagen erhalten. «Das bedauern wir», sagte der Regierende Bürgermeister. Die Bank sehe es nicht als ihre Aufgabe, Kultur zu fördern, und von Beust habe auf das Geldinstitut verwiesen.
Ihm sei es darum gegangen, eine Räumung des Hauses in der Oranienburger Straße zu verhindern und das Tacheles künstlerisch in die künftigen Planungen mit einzubeziehen, sagte Wowereit. Das fordere der Berliner Senat weiterhin. Er hoffe jetzt auf den neuen Eigentümer.
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