Zoff in Andechs: Mark Mast verlässt die Orff-Festspiele - Intendant Everding ist „verwundert“
Mast hatte erklärt, der Grund für seinen Rückzug seien „unüberbrückbare künstlerische Differenzen mit dem neuen Künstlerischen Leiter Marcus Everding“ und „die Sorge über die Zukunft der Festspiele“.
Der nmz gegenüber zeigte sich Intendant Marcus Everding „verwundert“ über Masts Informationspolitik. Am gestrigen Dienstag (13. Juli) habe man ein langes Gespräch über die zurückliegende Produktion des „Sommernachtstraums“ gehabt (Everding hatte inszeniert, Mast dirigiert) und die Entscheidung getroffen, in Zukunft nicht mehr zusammenarbeiten zu wollen. Dies hätte man von Seiten der Festspiele selbstverständlich am Ende der Spielzeit im August der Öffentlichkeit mitgeteilt.
Im übrigen wies Everding Masts Einschätzung zurück, man müsse sich um die Andechser Orff-Festspiele Sorgen machen. „Wir sind, was die Kartenverkäufe und die finanzielle Unterstützung angeht, gut aufgestellt. In diesem Zusammenhang kann ich das Wort Sorge nur als falsch bezeichnen“, so Everding.
Als Musikalischer Leiter der Festspiele „Orff-in-Andechs“ hatte Mark Mast seit 1998 alle dortigen Musiktheaterproduktionen dirigiert und dabei vielfach den „Mond“, die „Bernauerin“ und die „Kluge“ von Carl Orff sowie den „Goggolori“ von Wilfried Hiller zur Aufführung gebracht.
Marcus Everding trat im August 2008 die Nachfolge von Hellmuth Matiasek als Intendant der Orff-Festspiele an.
Die diesjährigen Festspiele dauern noch bis 9. August.
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