GEMA und Online-Geschäft - Probleme und Perspektiven


GEMA und Online-Geschäft - Probleme und Perspektiven
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24.04.09 - Anlässlich der GEMA-Jahrespressekonferenz hatte die nmz die Möglichkeit, mit deren Vorstandsvorsitzendem, Harald Heker, eine kleines Interview zu führen. Hierbei ging es um Themen, wie die GEMA auf Entwicklungen des globalen Marktes in der Verwertungs von  Urheberrechten reagieren wolle, welche konkreten Schritte für eine produktive Neuausrichtung in Zeiten der weit um sich greifenden Bedeutung des Internets anzudenken sind und was man sich aus dem Deal mit der Videoplattform YouTube erhoffe. Das Interview ist leider nicht restlos aufschlussreich. (Dauer 5:07 Minuten)

 

Die GEMA muss im zweiten Jahr in Folge einen Rückgang der Erträge ihrer Tätigkeit verzeichnen und kommt für das Jahr 2008 nur auf einen Betrag von 823 Mio. Euro (2006: 874,4 Mio. Euro; 2007: 849,6 Mio. Euro). Begründet ist dies vor allem durch einen Rückgang im Bereich der Lizenzierung von Tonträgern. Im Bereich Online kann das leider gar nicht ausgeglichen werden. Die Erträge in diesem Bereich sind zwar um 1,4 Prozent gestiegen, liegen aber absolut mit 7,3 Mio. Euro weit unter dem, was man sich wünscht. Dies ist ein Ergebnis der Jahrespressekonferenz der GEMA am 23. April 2009 in Berlin.

 

Sehr zu Herzen genommen habe man sich allerdings die Empfehlungen der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags und einige Verbesserungen vorgenommen:
Maßnahmen zu den Empfehlungen der Kommission:

  • Größere Transparenz im Bereich der gemeinnützigen Strukturen: Tarife für Kultur und Soziales jetzt übersichtlich zusammengefasst
  • Förderung junger Urheber im Bereich der Unterhaltungsmusik:

1. Neuer Vergütungssatz für kleinere Spielstätten, die auf dem Gebiet der musikalischen Nachwuchsarbeit aktiv sind

2. Vereinfachte Regelung der Härtefallnachlässe

3. Veranstaltungskonzept zur Nachwuchsförderung

 

Im Falle der Auseinandersetzungen mit der Google-Tochter YouTube habe es Probleme gegeben. Nachdem der bisherige Übergangsvertrag ausgelaufen sei, hätte man neue Verabredungen treffen müssen. Die GEMA wünschte sich Lizenzgebühren in Höhe von 1 Cent pro Stream und aufgeschlüsselte Daten über die verwendeten Werkdaten, damit auch entsprechend der Nutzung ausgeschüttet werden könne. YouTube soll im März die Gespräche abgebrochen haben mit dem Hinweis, dass man von der GEMA verwaltetes Repertoire nicht mehr bereitstellen werde. Ob dies tatsächlich passiert ist, lässt sich nicht verifizieren, es scheint eher nicht der Fall zu sein. Außerdem habe die GEMA nie eine solche Forderung gestellt, stellte der GEMA-Vorstandsvorsitzende Harald Heker klar. Erstens habe man dazu kein Recht und zweitens wünsche man sich die Verbreitung von GEMA-Repertoire; nur müsse man den Urhebern dafür eine angenmessene Vergütung gewähren. Die einseitig von Google abgebrochenen Verhandlungen sollen nun auf Spitzenebene wieder aufgenommen werden.

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