taktlos #138: Ausgespielt - Wenn Künstler nicht mehr können...

 Sänger, Tänzer, Instrumentalisten: Sie alle tragen ein hohes Berufsrisiko mit sich: Gemeint ist nicht nur die unsichere Situation mit Blick auf das Engagement. Wovon ernährt sich die Choristin – der Chorist, befallen von einer chronischen Stimmbandentzündung? Welche Umschulungsmöglichkeiten haben Tänzerinnen und Tänzer nach dem Verschleiß ihrer Hüftgelenke oder nach einem Unfall mit bleibender Behinderung? Was machen Pianistinnen – Pianisten, wenn die Fingergelenke versteifen? Wie verhalten sich die Arbeitgeber? Die Veranstalter und die Agenten? Wirkt ein soziales Netz?

Das taktlos-Team spricht mit Betroffenen, schildert Schicksale, lässt Auswege beschreiben – und zieht einen Spezial-Arzt zu Rate. Und unsere Live-Musik beweist, dass Kunst und Können kaum vergreist.

Verlorene Kunst - verlorenes Wissen - verlorene Technik

Solange Musikhochschulen zu den besagten Musikerproblemen unintelligenterweise kaum Stellung beziehen, nur im Allgemeinen und Beliebigen sich ergehen, instrumentalmethodisch/pädagogisch ohne Farbe zu bekennen den technischen Fragen geflissentlich aus dem Wege gehen und alles Unmögliche für möglich halten, solange wird der Musikmediziner als Anlaufadresse leidgeschädigter Musiker herhalten müssen.
Doch auch ihm, dem Musikmediziner sei angeraten sich instrumentalmethodisch weiterzubilden, aus dem heillosen Kreis der Beliebigkeit auszubrechen und sein Musik/Medizinwissen nicht uns als etwas Neues zu verkaufen versuchen.
Denn eine technisch gesunde, weil natürliche Technik des Instrumentes/ der Stimme gab es schon von jeher unter Musikern, nur den wenigsten bekannt und geläufig.
Würde man diese heute in den Seminaren der Musikhochschulen wiederbekannt machen, hätten die Musikmediziner weniger zu schaffen. Das käme dann wiederum der MUSIK zugute. Oder? Man sollte die Musikhochschulen in die Pflicht nehmen.


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