Taktlos #156: Wahnwitz Opernregie?

Taktlos #156: Wahnwitz Opernregie?
Taktlos #156: Wahnwitz Opernregie?

„Tannhäuser“ in der Biogas-Anlage, „Don Giovanni“ als Echtzeit-Thriller, Tenöre und Sopra­nistinnen, die im Kopfstand singen sollen, der Opernchor nackt an der Rampe:

Wie weit kann, darf, soll Opernregie gehen im Bemühen das Genre publikumswirksam und/oder neudeutend aufzupolieren? Was ist den Interpreten, den Komponisten, den Librettisten noch zumutbar?

 

Wahnwitz Opernregie

Ich habe mir ja schon einiges anschauen (und anhören) dürfen. Dabei habe ich mich immer gefragt, warum die Musik zu diesen merkwürdigsten Inszenierungen immer so seltsam unangetastet blieb. Warum nich mal die 1. Geige durch eine E-Gitarre ersetzen? Und endlich wurde mir DAS hier geschenkt: Figaro im Düsseldorfer Schauspielhaus! Einfach nur genial. Mozarts Musik funktioniert auch noch OHNE Orchester und bleibt dabei ganz Mozart - genau wie dei Beatles-Songs auch nur mit Gitarre und Stimme funktionieren! Mozart ist unkaputtbar. Der Gesang ist sehr "natürlich" - von geschulten SchauspielerInnen und daher nur bedingt "klassisch" aber sehr schön. Wer je eine Mozartarie anstatt mich Orchster mit Akkordeon begleitet gehört hat wird sich der Mozart-Qualitäten und dem typischen Stil noch bewusster!


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